Volkswagen Beetle VW 1302 S (1970) Bedienungsanleitung

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  • Marke: Volkswagen
  • Produkt: Auto
  • Model/Name: Beetle VW 1302 S (1970)
  • Dateityp: PDF
  • Verfügbare Sprachen:

Inhaltstabelle

Seite: 0
Betriebsanleitung VW 1302
8/1970
Seite: 1
Betriebsanleitung
V W 1302 S
V W 1302
Ausgabe August 1970
Seite: 2
2
Inhalt
Bedienung
Schlüssel
Türen
Sitze
Sicherheitsgurte
Armaturentafel, Hand- u. Fußhebel
VW-Autoradios
Innenausstattung
Schiebedach
Heizung
Frischbelüftung
Kofferräume
Cabriolet-Verdeck
Vorbereitungen zur Fahrt
Motor anlassen
Hinweise für eine gute Fahrt
Umgang mit der VW-Automatic
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Typschild, Fahrgestellnummer,
Motornummer 9
Sicherheit 5
Einleitung 3 Anhängerbetrieb
Wagenpflege
40
42
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Winterbetrieb
Ölwechsel und Schmierarbeiten
Motor
Schaltgetriebe, VW-Automatik
Scharniere, Schlösser
Luftfilter
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63
64
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Kraft- und Schmierstoffe 60
Inhalt in Stichworten 71
Technik in Zahlen und Bildern 66
Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß wir uns jederzeit Änderungen in Ausstattung und Technik
gegenüber den Abbildungen und Beschreibungen in dieser Anleitung vorbehalten müssen.
Abgebildet und beschrieben wird in dieser Betriebsanleitung der VW 1302 S. Soweit Bedienung
und technische Einzelheiten des VW 1302 und des Cabriolet-Modells wesentlich abweichen, ist
darauf hingewiesen.
Der Umgang mit der VW-Automatik ist in einem besonderen Abschnitt erklärt.
Außerdem wird eine Reihe von praktischen Mehrausstattungen berücksichtigt, die auch zum
Teil zur L-Ausstattung gehören.
Abweichungen in Technik und Ausstattung, die unter anderem auf unterschiedlichen gesetzlichen
Bestimmungen einzelner Länder beruhen, sind dagegen nicht berücksichtigt.
Werkzeug
Selbsthilfe-Tips
Sitze aus- und einbauen
Radwechsel
Scheinwerfer einstellen
Lampentabelle
Glühlampen ersetzen
Sicherungen ersetzen
Batterie pflegen
Abschleppen
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52
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50
Start-Schwierigkeiten 57
Kraftstoff-Filter reinigen
Keilriemen spannen oder ersetzen 49
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3
Volkswagenwerk Aktiengesellschaft
Einleitung
Es ist Ihr Vorteil, wenn Sie sich recht schnell mit Ihrem Wagen vertraut machen und die erste
Fahrt mit dem Gefühl absoluter Sicherheit beginnen. Deshalb sollten Sie zunächst den ersten
Teil dieser Betriebsanleitung, der sich mit der Bedienung Ihres Volkswagens befaßt, besonders
sorgfältig durchlesen.
In Ihrem Interesse: Lassen Sie Ihren Volkswagen von Stund an nach den Richtlinien des Volks-
wagen-Kundendienstpasses warten und pflegen. Richtige Behandlung und lückenloser Nachweis
aller Wartungsarbeiten können bei eventuellen Gewährleistungsansprüchen von großer
Wichtigkeit sein.
Den Volkswagen-Kundendienstpaß sollten Sie bei zukünftigen Werkstattbesuchen immer zur
Hand haben — er stellt gleichsam den Kontakt zu Ihrer VW-Werkstatt her.
Der Paß sagt Ihnen, was Sie zur Erhaltung der Betriebs- und Verkehrssicherheit Ihres Wagens
zu beachten haben, und erklärt Ihnen das von uns ausgearbeitete Volkswagen Diagnose- und
Wartungssystem. Er enthält unter anderem auch den Garantieschein für Ihren Volkswagen und
die Gewährleistungsbedingungen.
Wenn Sie die Betriebsanleitung studiert haben — und das empfehlen wir Ihnen sehr -, wissen
Sie, wie Sie Ihren Wagen richtig bedienen, richtig fahren und richtig behandeln. Mit gutem Recht
erwarten Sie nun, daß er für viele Jahre — unabhängig von Kilometerstand, Wetter und Straße —
gleichmäßig zuverlässig und wirtschaftlich bleibt und schließlich eine hohe Lebensdauer erreicht.
Das Rezept dazu ist der Volkswagen-Kundendienstpaß, der als zweite wichtige Schrift Ihrem
Wagen beiliegt.
Alles Wissenswerte über den Winter- und Anhängerbetrieb, ausführliche Hinweise für die
Pflege sowie Ratschläge für die Selbsthilfe finden Sie im zweiten Teil der Anleitung.
Er informiert Sie außerdem über die für Ihr Fahrzeug geeigneten Kraft- und Schmierstoffe,
beschreibt Ölwechsel- und Schmierarbeiten und enthält eine Zusammenstellung aller
interessanten technischen Daten.
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Bitte kleben Sie diesen Abschnitt
auf die Seite 1 Ihres Volkswagen-
Kundendienst-Passes!
Hinweis:
Nach den Angaben in der Betriebs-
anleitung und in Ihrem Kunden-
dienst-Paß sollte die Bremsflüssig-
keit bisher generell alle 2 Jahre
gewechselt werden.
Nun gibt es einen besseren Weg:
Das Volkswagenwerk hat eine
Methode entwickelt, die Brems-
flüssigkeit individuell zu prüfen.
An die Stelle des bisherigen gene-
rellen Wechsels tritt daher nun eine
Prüfung der Bremsflüssigkeit alle
20 000 km bzw. einmal im Jahr, wenn
Sie weniger als 20 000 km jährlich
fahren.
Das Ergebnis dieser Prüfung ent-
scheidet, ob die Bremsflüssigkeit
aus Sicherheitsgründen zu erneuern
ist.
VOLKSWAGENWERK
AKTIENGESELLSCHAFT
Hinweis:
Nach den Angaben in der Betriebs-
anleitung und in Ihrem Kunden-
dienst-Paß sollte die Bremsflüssig-
keit bisher generell alle 2 Jahre
gewechselt werden.
Nun gibt es einen besseren Weg:
Das Volkswagenwerk hat eine
Methode entwickelt, die Brems-
flüssigkeit individuell zu prüfen.
An die Stelle des bisherigen gene-
rellen Wechsels tritt daher nun eine
Prüfung der Bremsflüssigkeit alle
20 000 km bzw. einmal im Jahr, wenn
Sie weniger als 20 000 km jährlich
fahren.
Das Ergebnis dieser Prüfung ent-
scheidet, ob die Bremsflüssigkeit
aus Sicherheitsgründen zu erneuern
ist.
VOLKSWAGENWERK
AKTIENGESELLSCHAFT
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Es geht um Ihre Sicherheit
(Gleichermaßen nützlich zu lesen — vor dem Studium der Betriebsanleitung wie nachher.)
Seit Jahren stehen unsere Wissenschaftler und Ingenieure in
vorderster Reihe bei der Entwicklung verkehrssicherer Auto-
mobile.
Als interessierter Leser werden Sie selbst erkennen — Sie
brauchen dazu keineswegs viel von der Technik zu verste-
hen—, daß zahllose technische Einzelheiten Ihres Wagens
unter anderem deswegen so aufwendig gestaltet wurden, um
Ihnen ein möglichst hohes Maß an aktiver und passiver Sicher-
heit zu bieten.
Ihr Volkswagen ist das Produkt dieser Erfahrungen:
Was an Sicherheitsmerkmalen in Konstruktion und Ausstattung
notwendig ist und was wir darüber hinaus für sinnvoll erkannt
haben, wurde Ihrem Wagen mit auf den Weg gegeben. Zu Ihrer
Sicherheit, zu Ihrem Schutz und nicht zuletzt zur Milderung der
Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer — wenn es einmal
„dazu” kommen sollte.
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Einzelradaufhängung vorn und hinten. Vorn Federbeine, hinten Dop-
pelgelenkachse = exakte Radführung, konstante Bodenhaftung.
Günstige Gewichtsverteilung durch vornliegenden Kofferraum =
kein Absinken des Heckes, auch bei beladenem Fahrzeug immer
richtige Scheinwerfereinstellung.
Scheibenbremsen vorn = hohe thermische Belastbarkeit, gleich-
förmige Bremsverzögerung der Vorderräder.
Zweikreis-Bremssystem.
Große, lichtstarke Schluß- und Blinkleuchten, Rückfahrscheinwerfer
auf Wunsch.
Warnlichtanlage.
Pneumatische Scheibenwaschanlage und Scheibenwischer mit zwei
Geschwindigkeiten.
Fahrgastraum als Sicherheitszelle, Vorder- und Hinterwagen stoß-
energie-verzehrend ausgebildet.
Großflächige, weiche Bedienungsknöpfe vor Fahrer und Beifahrer,
durch Symbole unverwechselbar gekennzeichnet.
Anbringungsmöglichkeit für Dreipunkt-Sicherheitsgurte vorn und
hinten.
Sicherheitslenksäule, Lenkrad mit Aufprallschutz.
Fest verankerte vordere Einzelsitze, Sitze und Lehnen mehrfach ver-
stellbar. Lehnen gegen Vorklappen gesichert.
Gepolsterte Sonnenblenden.
Großflächiger Außenspiegel, klappt bei Aufprall nach hinten. Innen-
spiegel wird bei Aufprall abgeworfen.
Versenkte Türinnengriffe, Türinnensicherungen.
Seitliche Schutzbleche, als Trittbretter ausgebildet.
Abgerundete Türaußengriffe mit innenliegender aufprallgeschützter
Grifftaste.
Drehfallenverschlüsse mit Aufreißsicherung an den Türen.
Besonnenes, defensives Fahren.
Vorausschauende Beobachtung der Verkehrssituation.
Richtiges Einschätzen der Geschwindigkeit und der Bremswege —
besonders dann, wenn Nässe oder gar Schnee und Eis die Straßen-
haftung der Reifen vermindern.
Sie werden uns recht geben: In Ihrem Volkswagen steckt ein hohes Maß an Sicherheit.
Es liegt nun an Ihnen, dem Fahrer, was Sie daraus machen. Denn: Sicherheit im Straßenverkehr bedeutet
in erster Linie:
Aus der Fülle dieser Sicherheitsmerkmale hier nur einige Beispiele:
Erhalten Sie sich den verkehrssicheren Zustand Ihres Wagens durch
regelmäßige Wartung und Kontrolle durch den Fachmann.
Bedienen Sie sich also des „Volkswagen Diagnose- und Wartungs-
systems”. Es wurde mit Rücksicht auf die erhöhten Sicherheits-
sanforderungen des modernen Verkehrs eigens zu diesem Zweck
geschaffen.
.
und schließlich
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Für die tägliche Fahrpraxis gibt es außerdem bewährte Sicherheitsregeln, die ein verantwortungsbewußter Fahrer nie vergessen
sollte:
Vergewissern Sie sich vom einwandfreien Zustand und richtigen
Luftdruck der Reifen.
Sehen Sie nach, ob alle Fensterscheiben sauber sind und eine un-
gehinderte Durchsicht gestatten.
Prüfen Sie, ob die Scheinwerfergläser und die Blink- und Heck-
leuchten sauber sind.
Prüfen Sie, ob alle Lampen brennen. (Scheinwerfer, Blink- und
Bremsleuchten brennen nur bei eingeschalteter Zündung).
Bevor Sie sich hinter das Lenkrad setzen —
Stellen Sie sich Ihren Sitz so ein, daß Sie bequem sitzen und die
Bedienungshebel, Pedale und Schalter mühelos erreichen.
Stellen Sie Innen- und Außenspiegel passend ein.
Legen Sie den Sicherheitsgurt an und bitten Sie Ihre Mitfahrer, das-
selbe zu tun — wenn Ihr Wagen mit Sicherheitsgurten ausgerüstet
ist.
Prüfen Sie die Funktion der Zweikreis-Bremskontrolleuchte — so-
fern Sie Ihren Wagen damit haben ausrüsten lassen (Zündung muß
eingeschaltet sein).
Kontrollieren Sie, ob Scheibenwischer (Zündung einschalten) und
Scheibenwaschanlage funktionsfähig sind.
Vergewissern Sie sich, ob die Türen (bis zur 2. Raste) geschlossen
sind.
Bevor Sie losfahren —
Sichern Sie ihn gegen unbefugte Benutzung und Diebstahl durch
Blockieren der Lenkung und Abziehen des Zündschlüssels,
Abschließen der Türen, Schließen bzw. Verriegeln der Fenster.
Sichern Sie ihn in geeigneter Weise gegen Wegrollen — besonders
sorgfältig natürlich auf abschüssiger Straße.
Wenn Sie den Wagen verlassen —
Machen Sie eine Bremsprobe — aber schauen Sie zuvor in den
Rückblickspiegel.
Vergewissern Sie sich, daß die Handbremse ganz gelöst ist.
Bevor Sie sich in den fließenden Verkehr einreihen —
Halten Sie immer genügend Abstand vom Vordermann.
Blinken Sie frühzeitig, wenn Sie die Fahrtrichtung ändern wollen
oder zum überholen die Fahrspur wechseln müssen.
Fahren Sie in der Nacht nicht mit zu hoher Geschwindigkeit.
Damit Ihr Wagen von den anderen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig
gesehen wird, schalten Sie in der Dämmerung frühzeitig das abge-
blendete Scheinwerferlicht ein — das gleiche gilt auch am Tage bei
nebligem Wetter und Schneefall.
Benutzen Sie eventuell vorhandene Nebellampen und Nebelrück-
leuchten nur nach Vorschrift.
Denken Sie daran, daß Ihr Wagen eine Warnlichtanlage hat, wenn
Sie im fließenden Verkehr eine Panne haben sollten — sorgen Sie
dafür, daß der Wagen in diesem Fall so schnell wie möglich aus der
Fahrbahn kommt.
Fahren Sie nicht weiter, wenn Sie sich übermüdet fühlen.
Rechnen Sie immer und überall mit der Unaufmerksamkeit anderer
Verkehrsteilnehmer.
Während der Fahrt —
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„Fahren Sie 15 Minuten bis Tabuk,
und Sie werden Sadat El-Fahkiry treffen.
Und seinen VW-Service.”
Von VW sind in der ganzen Welt zwei Dinge gleich gut.
Der Volkswagen. Und der Volkswagen-Service.
Beides bekommen Sie in Ihrem Land, überall, wo das
VW-Zeichen anzeigt, daß ein autorisierter VW-Betrieb für Sie
bereitsteht.
Aber der VW-Service kennt keine Grenzen.
Falls Ihr Volkswagen ein Globetrotter ist — es gibt
8947 VW-Betriebe auf der ganzen Welt. Ist das nicht
beruhigend?
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Typenschild, Fahrgestell- und Motornummer
D a s Ty p s c hild finden Sie unter der vorderen
Haube.
Die F a hrg e stelln u m m er ist unter der Sitz-
bank in den Rahmentunnel eingeschlagen.
Die Motorn u m m er steht am Flansch des
Kurbelgehäuses für den Generatorträger.
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Bedienung
Nur einen Schlussel benötigen Sie zum Öffnen
der Türen, zum Anlassen des Motors und ge-
gebenenfalls zum Abschließen des Motor-
raumdeckels*. Bitte notieren Sie sich die
Schlüsselnummer: Wenn Sie einmal den
Schlüssel verlieren sollten, können Sie an-
hand dieser Nummer jederzeit bei Ihrer VW-
Werkstatt Ersatz anfordern.
*Mehrausstattung auf Wunsch.
Schlüssel
Der andere Schlüssel ist für den abschließ-
baren Handschuhkasten* bestimmt.
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* Cabriolet: Anstelle Sicherungsknopf — Pos. 5 —
Verriegelungstaste am Türinnenhebel — Pos. 3 —
Wenn die verriegelte Tür einmal ungewollt zu-
fällt, springt der Sicherungsknopf* selbsttätig
wieder heraus. Dadurch ist Ihnen eine gewisse
Sicherheit gegeben, daß die Tür nicht unbe-
absichtigt verriegelt wird, während sich der
Schlüssel noch im Wagen befindet.
Beim Verlassen des Wagens brauchen Sie nur
den Sicherungsknopf* nach unten zu drücken
und beim Zuklappen der Türen die Klinke im
Türgriff zu betätigen — Ihr Wagen ist ver-
schlossen.
Türen
Bevor Sie die Tür schließen, sollten Sie ein
Fenster ein wenig öffnen. Die Tür läßt sich
dann leichter zumachen, weil der Überdruck
aus dem Wageninnern entweichen kann.
Während der Fahrt sollten die Sicherungs-
knöpfe* nicht hineingedrückt werden, damit in
Notfällen Helfer von außen in den Wagen ge-
langen können.
Beide Türen lassen sich auch von innen mit
den Türinnenhebeln nicht öffnen, solange die
Sicherungsknöpfe hineingedrückt sind.
Zum Öffnen des Drehfensters drehen Sie den
Knopf des Verschlusses, bis der Sperrnocken
nach vorn zeigt, und schwenken den Ver-
schluß nach oben.
1. Verschluß des Drehfensters
2. Fensterkurbel
3. Türinnenhebel*
4. Armlehne und Griff zum Türschließen
5. Sicherungsknopf* für das Türschloß
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Sitze
Ihr Volkswagen hat vorn Einzelsitze. Sitz- und
Lehnenteil können Sie mehrfach verstellen.
Das ist ganz einfach:
Vordersitze mit eingearbeiteten Nackenstützen
sind als Mehrausstattung erhältlich.
Die Rückenlehnen sind gegen Vorklappen -
beim scharfen Bremsen - verriegelt. Zum Ent-
riegeln ziehen Sie den seitlich in die Lehne
eingebauten Knopf nach oben.
Auch die Neigung der Rückenlehne läßt sich
mehrfach ändern. Dazu dient der Drehgriff am
Sitzrahmen.
Die schrägen Gleitschienen ergeben dabei für
jede Körpergröße die günstigste Sitzhöhe.
Wenn Sie den Hebel vorn am Sitz anheben,
läßt sich der Sitz nach vorn und hinten ver-
schieben. Nach jedem Verstellen achten Sie
bitte darauf, daß der Hebel wieder einrastet,
damit sich der Sitz beim Fahren nicht verstel-
len kann.
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Sicherheitsgurte
Die Gewindelöcher für die Befestigungs-
schrauben der Sicherheitsgurte sind durch
Kunststoff-Schraubeinsätze verschlossen. Die-
se Einsätze dürfen keinesfalls zum Befestigen
der Gurthalterungen benutzt werden.
Die Sicherheitsgurte für den Fahrer und den
Beifahrer werden an der Schloßsäule und im
hinteren Fußraum seitlich am Rahmentunnel
angeschraubt.
Die Gurte für die hinteren Wageninsassen
haben ihre Befestigungspunkte einmal unter
der Sitzbank, und zwar rechts und links an den
Seitenteilen sowie in der Mitte des Koffer-
bodens. Zwei weitere Befestigungspunkte be-
finden sich rechts und links an den Dach-
holmen hinter den Seitenfenstern.
Die Vordersitze können wahlweise mit Schul-
ter-,Hüft- oder kombinierten Schulter- und
Hüftgurten ausgerüstet werden, ebenfalls die
bei den Außenplätze des Fondsitzes.
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Armaturentafel, Hand- und Fußhebel
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Auch wenn es nicht Ihr erster Volkswagen ist, sollten Sie sich die Armaturen an-
sehen und die einzelnen Knöpfe und Hebel bei eingeschalteter Zündung auspro-
bieren:
*Mehrausstattung auf Wunsch.
Entfrosterdüsen
Verstellbare Entfroster- und Frischluftdüsen
Tachometer mit Kraftstoffanzeige und Kontrolleuchten
Scheibenwischerschalter mit Knopf für Scheibenwaschanlage
Schalter für Frischluftgebläse*
Zweikreis-Bremskontrolleuchte*
Lichtschalter
Blinker- und Abblendhebel
Signalhalbring
Lenkanlaßschloß
Drehknöpfe für Frischbelüftung
Blende für Radioeinbau
Handschuhkasten mit abschließbarem Entriegelungsknopf*
Sicherungskasten
Schalter für Heckscheibenheizung*
Aschenbecher
Schalter für Warnlichtanlage
Polsterauflage für Armaturentafel*
Zugschlaufe für Tankklappe
Kupplungspedal
Bremspedal
Gaspedal
Handschalthebel
Handbremshebel
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(S. 22)
(S. 16)
(S. 16)
(S. 23)
(S. 30)
(S. 16)
(S. 17)
(S. 17)
(S. 23)
(S. 17)
(S. 54)
(S. 17)
(S. 17)
(S. 18)
(S. 30)
(S. 18)
(S. 18)
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Tachometer
Das Tachometer enthält folgende Kontroll-
leuchten:
a — grün — Standlicht*
b — grün — Heckscheibenheizung* *
c — rot — Generator und Motorkühlung
d — grüner Doppeipfeil — Blinker
e — rot — Öldruck
f — rot — ATF-Temperatur* * *
g — blau — Fernlicht
K raftstoffa n z eig e: Wenn der Zeiger auf der
Strichmarkierung „R” — Reserve — steht,
sind noch etwa 5 Liter Kraftstoff vorhanden.
Es ist Zeit zum Tanken!
Gesetzliche Vorschrift in einigen Exportländern,
sonst nicht angeschlossen.
Mehrausststtung auf Wunsch — siehe Seite 17.
Mehrausststtung VW-Automstik — siehe Seite 36.
*
**
***
Lichtschalter
Die Armaturenbeleuchtung können Sie dann
durch Drehen des Lichtschalters stufenlos re-
gulieren.
Bei halb herausgezogenem Knopf sind Stand-
licht, Kennzeichenbeleuchtung, Rückleuchten
und Armaturenbeleuchtung eingeschaltet.
Wenn Sie den Knopf ganz herausziehen, bren-
nen zusätzlich die Scheinwerfer.
Um zu verhindern, daß sich die Batterie un-
nötig schnell erschöpft, wenn Sie einmal ver-
gessen sollten, am geparkten Wagen das
„große Licht” auszuschalten, und damit zum
Anlassen des Motors immer die bestmögliche
Batterieleistung zur Verfügung steht, werden
die Scheinwerfer auch vom Lenkanlaßschloß
automatisch „gesteuert”:
Bitte beachten Sie:
Die Scheinwerfer brennen nur bei einge-
schalteter Zündung
Die Scheinwerfer verlöschen beim „Anlas-
sen”
Das Standlicht und die übrigen in den beiden
Stellungen des Lichtschalters angeschlossenen
Verbraucher werden jedoch davon nicht be-
einflußt.
Scheibenwischer
und Scheibenwaschanlage
Mit dem Drehschalter lassen sich zwei ver-
schiedene Wischgeschwindigkeiten einschal-
ten. Nach dem Ausschalten kehren die Schei-
benwischer immer in ihre Ausgangsstellung
zurück. Wenn Sie auf den Knopf im Dreh-
schalter drücken, wird zur Reinigung Wasser
auf die Wischfelder der Windschutzscheibe ge-
sprüht.
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Durch Heranziehen des Blinkerhebels zum
Lenkrad wird auch auf- und abgeblendet. Bei
Fernlicht leuchtet die blaue Kontrollampe im
Tachometer auf. Ebenso betätigen Sie bei
ausgeschalteter Beleuchtung und bei Stand-
licht die Lichthupe.
Hebel nach oben — Blinker rechts
Hebel nach unten — Blinker links
Nach Durchfahren einer Kurve schalten sich die
Blinker selbsttätig aus.
Blinker- und Abbiendhebel
* Mehrausstattung auf Wunsch.
A chtung: Schlüssel nur bei stehendem Wagen
abziehen.
Sobald die Heckscheibe frei ist, schalten Sie
bitte die Heckscheibenheizung ab, um die Bat-
terie nicht unnötig mit dem erhöhten Strom-
verbrauch zu belasten.
Wenn sich der Zündschlüssel nach dem Ein-
stecken in das Lenkanlaßschioß nur schwer
oder gar nicht drehen läßt, bewegen Sie bitte
das Lenkrad etwas hin und her — die Lenk-
sperre wird dadurch entlastet.
1
1 — Zündung aus— Lenkung gesperrt ) —
Schlüssel läßt sich abziehen
2 — Zündung ein
3 — Anlassen
1
) Schlüssel abziehen und Lenkrad drehen, bis Sperr-
bolzen einrastet.
Lenkanlaßschloß
Mit dem Kippschalter können Sie bei einge-
schalteter Zündung die Heckscheibenheizung
in Betrieb nehmen. Dabei leuchtet im Tacho-
meter die grüne Kontrollampe (siehe Seite 16)
auf.
Heckscheibenheizung*
Zum Öffnen drehen Sie den Knopf nach links.
Der Handschuhkasten des Cabriolets ist ab-
schließbar.
Handschuhkasten
Zum Entleeren drücken Sie die Blattfeder nach
unten und ziehen den Aschenbecher aus den
Führungen heraus.
Aschenbecher
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* Mehrausstattung auf Wunsch.
Warnlic hta nla g e
Anlage einschalten — Knopf ziehen (im Knopf
blinkt dann eine Kontrollampe mit).
Handschalthebel für Schaltgetriebe
(VW-Automatik siehe Seite 35)
Handbremshebel
Den Rückwärtsgang darf man nur bei stehen-
dem Wagen einlegen; er ist überdies durch
eine Sperre gegen Schaltfehler gesichert:
Steht der Schalthebel in Leerlaufstellung,
drückt man ihn kräftig nach unten, legt ihn
nach links und zieht ihn bis zum Anschlag zu-
rück. Bei eingelegtem Rückwärtsgang und
eingeschalteter Zündung leuchten gleichzeitig
die Rückfahrscheinwerfer* auf.
Bei eingeschalteter Warnlichtanlage blinken
alle 4 Blinkleuchten gleichzeitig. Die Anlage
darf nur in Gefahrensituationen während der
Fahrt und bei defektem Fahrzeug im Stand zur
Warnung der anderen Verkehrsteilnehmer ein-
geschaltet werden. Gegenüber den genannten
Anwendungsmöglichkeiten können in einzelnen
Ländern abweichende Vorschriften gelten.
Zum Lösen der Handbremse ziehen Sie den
Handbremshebel zuerst ein wenig nach oben
und drücken auf den Sperrknopf.
Die Warnlichtanlage ist auch bei ausgeschal-
teter Zündung funktionsfähig.
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VW-Autoradios
Modell „Wolfsburg”
2 Drucktasten für Wellenbereiche:
M = Mittelwelle (515—1620 kHz)
L = Langwelle (150— 290 kHz)
2 Drucktasten für Tonblende:
hell und dunkel
1 Drehknopf für Senderwahl: rechts im Gerät
1 Drehknopf für „Ein—Aus” und Lautstärke-
regelung: links im Gerät
2 Stationsmarken
sind als Mehrausstattung erhältlich, und zwar die Geräte „Braunschweig”, „Emden” und „Wolfsburg”. Haben Sie eines dieser Radio-Modelle
für Ihr Fahrzeug gewählt, beachten Sie bitte folgende Hinweise:
Mangelnde Pflege der Teleskop-Antenne
Beim Austausch der Sicherung im Anschluss-
kabel nur Feinsicherungen 2 Ampere verwen-
den (VW-Ersatzteile-Nr. 111 035 307).
Deshalb sollte die Antenne ab und zu nach
dem Wagenwaschen mit einem sauberen Lap-
pen trockengewischt und leicht mit Chrom-
schutz aus der Tube (Artikel-Nr. 000 096 067)
eingerieben werden.
führt mit der Zeit zu Schwergängigkeit beim
Einschieben, und es besteht die Gefahr, daß
die Antenne dabei abknickt.
Bevor Sie Ihr Autoradio in Betrieb nehmen, vergessen Sie bitte nicht, eine Rundfunkgenehmigung
zu beantragen, sofern es die Vorschriften verlangen.
In bebauten Gebieten und im bergigen Ge-
lände kann die Qualität des UKW-Empfanges
durch die wechselnden Empfangsverhältnisse
schwanken.
Gewünschten Sender wählen, Taste des dazu-
gehörigen Wellenbereiches ziehen und danach
hineindrücken. Dadurch wird der Sender fest
eingestellt, so daß Sie ihn jederzeit durch
Druck auf die Stationstaste wieder wählen
können, auch wenn Sie vorübergehend einen
anderen Sender eingestellt hatten.
Funktion der Stationsdrucktasten:
1 — Drehknopf „Ein—Aus”, Lautstärke
2 — Tonblendendrucktaste
3 — Drucktaste-Wellenbereiche
4 — Drehknopf Senderwahl
5 — Stationsmarke
Modell „Braunschweig”
1 Drehknopf für „Ein—Aus", Lautstärkerege-
1 Drehknopf für Senderwahl: rechts im Gerät
lung und Tonblende (Knopf gezogen =
dunkel, Knopf gedrückt = hell): links im
Gerät
2mal U = Ultrakurzwelle ( 87,6— 108MHz)
2mal M = Mittelwelle (515 —1620kHz)
1malL = Langwelle (150 — 290 kHz)
5 Stationsdrucktasten für Wellenbereiche:
Modell „Emden”
3 Drucktasten für Wellenbereiche:
2 Stationsmarken
1 Drehknopf für „Ein—Aus” und Lautstärke-
regelung: links im Gerät
1 Drucktaste für Tonblende: hell — dunkel
U = Ultrakurzwelle (87,6 —108 MHz)
M = Mittelwelle (515—1620 kHz)
L = Langwelle (150—290 kHz)
1 Drehknopf für Senderwahl: rechts im Ge-
rät
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Innenausstattung
Rückblickspiegel
Sonnenblenden
Beim VW-Cabriolet ist in die Beifahrer-
Sonnenblende ein Make-up-Spiegel einge-
lassen.
Sie können die Sonnenblende des Fahrers aus
der Halterung neben dem Spiegel herausheben
und zum Türfenster schwenken, wenn einmal
die Sonne durch das Seitenfenster blendet.
Taste nach vorn drücken — Spiegel abgeblen-
det
Taste nach hinten ziehen — Normalstellung
Als Mehrausstattung wird ein abblendbarer
Innenspiegel geliefert. Das Abblenden wird
durch Kippen der Spiegelfläche erreicht. Dazu
ist unten am Spiegel eine Taste vorhanden:
Aus Sicherheitsgründen springt der Arm des
Innenspiegels bei Gewalteinwirkung aus seiner
Halterung. Er läßt sich mit kräftigem Druck
wieder einsetzen.
Außen- und Innenspiegel sind gelenkig gela-
gert und lassen sich so einstellen, daß Sie in
jeder Sitzposition die hinter Ihnen liegende
Straße gut überblicken können.
Beim Cabriolet ist der Innenspiegel durch
Drehen um 180° auch in der Höhe verstellbar,
so daß auch bei geöffnetem Verdeck gute Sicht
nach hinten besteht.
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Schalterstellungen:
Aschenbecher im Fondraum Die Kurbel des Stahlschiebedaches soll aus
Sicherheitsgründen immer in der Griffmulde
liegen. Zum Schließen des Daches drehen Sie
die Kurbel zuerst bis zum Anschlag und dann
so weit zurück, bis sie in die Griffmulde einge-
klappt werden kann.
Zum Entleeren drücken Sie den Aschenbecher
etwas nach unten und nehmen ihn heraus. Den
leeren Aschenbecher setzen Sie zuerst oben
ein und schieben ihn dann ganz in das Ge-
häuse hinein.
Innenbeleuchtung
Beim Cabriolet ist die Innenbeleuchtung in
den Spiegelhalter eingebaut. Die Schalterstel-
lungen sind:
Rechts — Innenbeleuchtung ein
Mitte — Innenbeleuchtung aus
Links — Türkontaktschalter
Oben — Innenbeleuchtung brennt nur
bei geöffneter Wagentür
Mitte — Innenbeleuchtung aus
Unten — Innenbeleuchtung ein
Schiebedach
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* Mehrausstattung auf Wunsch.
Sobald die Windschutzscheibe frei ist, sollte
die Fußraumheizung auch voll geöffnet wer-
den, um eine möglichst schnelle und gleich-
mäßige Erwärmung des Innenraumes zu er-
zielen.
Wenn die Eisschicht aufgetaut ist, Frischbe-
lüftung oder Gebläse* zuschalten, damit die
nasse Scheibe schnell abtrocknet.
Verstellhebel der kombinierten Entfroster-
und Frischluftdüsen nach links drücken.
Regulierhebel 2 und 3 für die Fußraumhei-
zung schließen
Frischbelüftung schließen
Die wirkungsvollste Enteisung der zugefrore-
nen Windschutzscheibe wird erreicht, wenn
die gesamte Heizluft durch die Entfrosterdüsen
der Armaturentafel geleitet wird:
Verstellhebel nach rechts drücken —
Ausströmrichtung in den Fahrgastraum
Verstellhebel nach links drücken — Aus-
strömrichtung zur Windschutzscheibe
Verstellbare Entfroster- und Frischluft-
düsen
Regulierhebel für die Warmluftöffnungen
im vorderen Fußraum
Auf jeder Wagenseite ist an den Warmluft-
öffnungen ein Hebel vorhanden:
Regulierhebel für Warmluftöffnungen im
hinteren Fußraum
Regulierhebel tür die Heizung
Hebel nach oben ziehen — Heizung ein
Hebel nach unten drücken — Heizung
aus
Hebel nach oben ziehen — Klappen der
Warmluftöffnungen auf
Hebel nach unten drücken — Klappen der
Warmluftöffnungen geschlossen
Hebel nach hinten schwenken — Warm-
luftöffnung auf
Hebel nach vorn schwenken — Warm-
luftöffnung geschlossen
1 —
2 —
3 —
4 —
Heizung
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23
Frischbelüftung
Die Belüftungsanlage in Ihrem Volkswagen ist
eine Staudruckbelüftung, die durch den Fahrt-
wind wirksam wird. Selbst bei geschlossenen
Fenstern wird das Wageninnere ventiliert, da
die verbrauchte Luft durch die Lüftungsschlitze
hinter den hinteren Seitenfenstern entweichen
kann.
Verstellbare Austrittsdüsen
Die Anlage kann mit zwei Drehknöpfen (1)
und zwei verstellbaren Austrittsdüsen regu-
liert werden:
* Mehrausstattung auf Wunsch
Knöpfe linksherum drehen — Austritts-
düsen öffnen sich
Knöpfe rechtsherum drehen — Austritts-
düsen schließen sich
1 — Drehknöpfe
Die Frischbelüftung ist abgestellt, wenn die
Drehknöpfe — über den spürbaren Druck-
punkt ganz nach rechts gedreht werden.
3 — Schalter für Zweistufen-Gebläse*
Das Gebläse sorgt auch bei langsamer Fahrt
oder bei stehendem Fahrzeug für eine wirk-
same Belüftung.
Schalter in Stellung 0 — Gebläse abge-
schaltet
Schalter in Stellung 1 — Gebläse läuft
langsam
Schalter in Stellung 2 — Gebläse läuft
schnell
Verstellhebel nach rechts drücken —
Luftstrom richtet sich in den Fahrgast-
raum
Verstellhebel nach links drücken —
Luftstrom wird gegen die Windschutz-
scheibe geleitet
Steht der Verstellhebel in einer Zwischen-
stellung, verteilt sich der Luftstrom in beide
Richtungen anteilmäßig.
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24
Kofferräume
Ob Sie mit viel oder wenig Gepäck verreisen
— bitte beladen Sie immer zuerst den vorde-
ren Kofferraum, und zwar möglichst mit den
schwereren Gepäckstücken. Günstige Ge-
wichtsverteilung bedeutet gute Fahreigen-
schaften. Nutzen Sie die Möglichkeiten, die
Ihnen Ihr Volkswagen durch seine beiden
Kofferräume bietet.
Die Haube springt unter Federdruck etwas auf
und läßt sich ganz öffnen, wenn Sie den
Knopf des Haubengriffes hineindrücken. Beim
Schließen der Haube achten Sie bitte darauf,
daß die Verriegelung hörbar einrastet.
Entriegeln — Hebel ziehen.
Zum Entriegeln der Haube ist ein Hebel in den
Handschuhkasten eingebaut:
Seite: 25
25
1. Wasserbehälter für Scheibenwaschanlage
Auch Brennspiritus kann als Frostschutzmittel
verwendet werden. In diesem Fall ergibt eine
Mischung von 1 Teil Spiritus und 3 Teilen Was-
ser Frostschutz bis etwa —12°C.
Wir empfehlen, dem Wasser stets Scheiben-
reiniger beizufügen, denn klares Wasser ge-
nügt nicht, um die Windschutzscheibe schnell
und intensiv zu reinigen. In entsprechend stär-
kerer Konzentration eignet sich der Scheiben-
reiniger im Winter auch als Frostschutzmittel.
Die Bestellnummern finden Sie im Abschnitt
„Wagenpflege” auf Seite 44.
Behälter füllen:
Die Scheibenwaschanlage arbeitet mit der
Druckluft des Reserverades (max. 3 atü). Ein
im Schraubverschluß des Behälters eingebau-
tes Spezialventil sperrt die Zufuhr zur Schei-
benwaschanlage automatisch ab, wenn der
Luftdruck im Reserverad auf etwa 2 atü abge-
fallen ist. Dadurch bleibt das Reserverad für
alle Fälle betriebsbereit.
Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch! Da ein zu
hoher Wassergehalt in der Bremsflüssigkeit
dem gesamten Bremssystem auf die Dauer
nicht zuträglich ist, muß die Bremsflüssigkeit
alle zwei Jahre erneuert werden. An-
schließend ist die Bremsanlage wieder zu ent-
lüften.
4. Werkzeug und Zubehör
Er soll immer bis zu der umlaufenden Kante
gefüllt sein. Sinkt der Flüssigkeitsspiegel im
Fahrbetrieb mit der Zeit merklich unter diese
Kante ab, muß eine VW-Werkstatt das
Bremssystem prüfen.
3. Bremsflüssigkeitsbehälter
Das Reserverad liefert über eine Schlauchver-
bindung Druckluft für die Scheibenwaschan-
lage. Es sollte daher regelmäßig der Luftdruck
des Reserverades geprüft werden (max. 3 atü),
wie schon unter Punkt 1 „Luftdruck prüfen und
berichtigen” beschrieben.
2. Reserverad
Ventilkiappe (B) abschrauben und Reserverad
über das Ventil (C) auf max. 3 atü aufpumpen.
Ventilkappe wieder aufsetzen.
Luftdruck prüfen und berichtigen:
Brennspiritus besitzt natürlich nicht die beson-
dere Reinigungskraft des Scheibenreinigers.
In der Werkzeugtasche finden Sie:
1 Keilriemen (9,5 mm X 905 mm)
1 Abziehhaken für Radzierkappen
1 Kombinationszange
1 Wechselschraubenzieher für Schlitz- und
Kreuzschlitzschrauben
1 Maulschlüssel 8 mm und 13 mm
1 Doppelsteckschlüssel für Zündkerzen, obere
Keilriemenscheibe und Radschrauben
1 Steckschlüssel 13 mm
1 Hebel für Steckschlüssel (wird auch als Be-
tätigungsstange für den Wagenheber be-
nutzt)
Schraubverschluß (A) abnehmen und Behälter
bis zum Überlaufen füllen.
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26
Der hintere Kofferraum ist gut zugänglich, wenn Sie vorher die Rückenlehne der Sitzbank nach
vorn klappen. Dazu lösen Sie die Lehnenverriegelung, indem Sie an der Schlaufe ziehen, die
sich seitlich an der Lehne befindet. Nach dem Zurückklappen ist die Lehne wieder automatisch
gegen Vorklappen gesichert.
Hinterer Kofferraum
Achten Sie bitte darauf, daß der Haltegurt rich-
tig zusammengesteckt ist: Das Gurtende mit
der Zugschlaufe, an dem sich das Schiebe-
stück befindet, muß wie im Bild gezeigt —
durch das Gurtschloß zurücklaufen — sonst
läßt sich der Gurt nicht spannen!
Durch Anziehen bzw. Verkürzen des Halte-
gurtes kann die vorgeklappte Rückenlehne
fast bis zur Waagerechten heruntergespannt
werden. Wird der Gurt nicht gebraucht, wird
er in eine Öse an der Rückenlehnen-Rückseite
eingehakt und etwas gespannt, damit Haken
und Öse während der Fahrt nicht klappern.
Wollen Sie große Gepäckstücke befördern, so können Sie die vorgeklappte Rückenlehne mit
einem Gurt an der Auflageschiene der Sitzbank befestigen und haben auf diese Weise einen
vergrößerten Kofferraum.
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27
Wenn die Sonne scheint, können Sie das Cabriolet-Verdeck mühelos allein öffnen — aber bitte nur in trockenem und sauberem Zustand, da
scharfkantige Staubteilchen die Ursache für Verdeckschäden sein können.
Zuerst lösen Sie die beiden Hebel der Dachverschlüsse vorn über den Drehfenstern und legen das Verdeck zurück. Nun ziehen Sie den Verdeck-
bezug zusammen mit der Polster-Unterlage nach hinten aus den seitlichen Verdeckscheren heraus. Den Himmelbezug schieben Sie nach innen,
damit er nicht in das Gestänge eingeklemmt werden kann, danach drücken Sie die Hebel der Dachverschlüsse nach unten. Bevor Sie die Verdeck-
hülle überziehen und mit den vorgesehenen Druckknöpfen befestigen, drücken Sie das Verdeck an beiden Seiten so weit nach unten, bis die Ver-
deckschnapper einrasten. Beim überstreifen der Verdeckhülle drücken Sie gleichzeitig den Verdeckbezug an beiden Seiten nach oben, damit er ein-
wandfrei von der Hülle aufgenommen wird — sonst gibt es Scheuerstellen.
.
Nachdem Sie die Verdeckhülle abgenommen haben, drücken Sie das Verdeck leicht nach unten und hängen dabei die beiden Verdeckschnapper
aus. Nun können Sie das Verdeck nach vorn klappen. Bitte setzen Sie sich in den Wagen und ziehen Sie das Verdeck an den nach vorn geklappten
Hebeln der Dachverschlüsse auf den Rahmen der Windschutzscheibe herunter, bis die Fanghaken in ihre Aufnahmen schnappen. Wenn Sie jetzt
noch die beiden Hebel der Dachverschlüsse nach hinten umlegen, ist das Verdeck verriegelt. Und noch ein Tip:
öffnen und schließen Sie die hinteren Seitenfenster einmal, nachdem das Verdeck verriegelt worden ist, damit sich die Verdeckdichtungen richtig
anlegen können und nicht verdrückt werden.
.
Cabriolet-Verdeck öffnen und schließen
Und wenn es regnet, wollen Sie das Verdeck ja wieder so schnell wie möglich schließen:
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28
Sie drücken die „Schulbank” bei VW.
Damit Sie sich überall auf der Welt mit Ihrem VW
sicher wie zu Hause fühlen.
Jedes Jahr werden 44 000 Fachleute in VW-Kundendienst-
schulen ausgebildet. Mechaniker, Meister und KD-Berater
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Alle 3 oder 4 Jahre frischen sie ihre Kenntnisse in einem
Wiederholungskurs auf.
Fazit dieser Schulung: Präzision bei Instandsetzungsarbeiten
— und kürzere Arbeitszeit.
Denn als VW-Werkstatt genügt es nicht, nur Qualität zu
liefern. Sie liefert sie auch zu vernünftigen Preisen.
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29
Im VW-B etrieb bekommen Sie
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VW legt Wert auf Qualität. Sie auch?
Seite: 30
30
Vorbereitungen zur Fahrt
Sie fahren sorgloser, wenn Sie vor der F ahrt
den Kraftstoffvorrat, die Bremsen, die B e-
leuchtung und — in regelmäßigen A bstän-
den — den Ölstand im Motor sowie den Rei-
fendruck prüfen.
Kraftstoffvorrat: Die Kraftstoffanzeige in der
Armaturentafel arbeitet nur bei eingeschalteter
Zündung (siehe auch Seite 16). Der Kraftstoff-
behälter faßt ca. 42 Liter. Der Kraftstoffein-
füllstutzen befindet sich, von einer Klappe ver-
deckt, an der rechten Fahrzeugseite über dem
vorderen Kotflügel.
Die Bremsen sollten Sie unbedingt gleich zu
Beginn der Fahrt durch Niedertreten des
Bremspedales prüfen. Hierzu zwei Hinweise:
Die Zweikreis-Bremskontrolleuchte* prüfen
Sie bitte von Zeit zu Zeit durch einen Druck
auf das Lampengehäuse bei eingeschalteter
Zündung. Sollte dabei die Glühlampe nicht
aufleuchten, lassen Sie sie bitte auswechseln.
Tanköffnung verschließen:
Tankdeckel solange rechtsherum drehen, bis
er hörbar einrastet.
Zum Entriegeln der Klappe ziehen Sie an der
Zugschlaufe rechts unter der Armaturentafel.
Die Zweikreis-Bremskontrolleuchte* zeigt das
durch Aufleuchten während des Bremsvor-
ganges an. Sie können dann zwar noch bis
zur nächsten VW-Werkstatt weiterfahren, müs-
sen aber aufdem Weg dorthin mit verlängerten
Bremswegen rechnen.
2. Sollte sich einmal der Pedalweg plötzlich
vergrößern, kann ein Bremskreis der Zwei-
kreis-Bremsanlage ausgefallen sein.
1. Bedenken Sie bitte, daß jede Bremse einem
gewissen Verschleiß unterliegt. Unter Umstän-
den kann es deshalb auch zwischen den vor-
gesehenen Wartungsdiensten einmal notwen-
dig werden, das Bremssystem von einer VW-
Werkstatt prüfen zu lassen. Dies gilt beson-
ders für Fahrzeuge, die häufig im Stadt- und
Kurzstreckenverkehr gefahren werden.
* Mehrausstattung auf Wunsch.
Bei eingeschalteter Zündung prüfen Sie bitte
die Scheinwerfer, die Blinkanlage, die Brems-
leuchten und die Rückfahrleuchten. Den
Ausfall einer Blinkleuchte erkennen Sie am
Schnellerwerden oder Ausbleiben des Blink-
impulses der Kontrollampe im Tachometer. Die
Bremslichter müssen bei Betätigung der Fuß-
bremse aufleuchten, die Rückfahrscheinwerfer
brennen nur bei eingelegtem Rückwärtsgang —
VW-Automatic: Wählhebel in Stellung „R”.
Die B eleuchtung umfaßt Scheinwerfer, Rück-
leuchten, Kennzeichenbeleuchtung, die Blink-
anlage, die Rückfahrscheinwerfer* und die
Bremsleuchten.
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31
D er Ö lsta n d soll zwischen den beiden Mar-
kierungen des Ölmeßstabes liegen und darf
nie unter den unteren Strich absinken. Vor
der Kontrolle ist der Stab abzuwischen.
Eine genaue Anzeige erhält man nur, wenn der
Wagen auf einer waagerechten Fläche steht.
Richtiger Reifen-Luftdruck ist im Interesse der
Fahrsicherheit unbedingt erforderlich.
Erläuterungen über die zu verwendende Vis-
kositätsklasse finden Sie auf Seite 60.
Zum Nachfüllen wählen Sie immer ein Marken-
HD-Öl für Ottomotoren.
Falsch ist es auch, den Ölstand unmittelbar
nach Abstellen des Motors zu prüfen, da das
im Umlauf befindliche Motoröl wenigstens
5 Minuten braucht, um in das Kurbelgehäuse
zurückzufließen.
Sämtliche in Frage kommenden Luftdruckwerte
finden Sie in der Tabelle auf der Seite 68 sowie
auf einem Schild in der Klappe für den Hand-
schuhkasten.
Obwohl die schlauchlose Bereifung Ihres
Wagens den einmal gewählten Luftdruck lange
beibehält, sollten Sie vor Antritt einer längeren
Fahrt, mindestens aber einmal wöchentlich,
den vorgeschriebenen Reifendruck an Ihrer
Tankstelle prüfen lassen.
Zu geringer wie auch zu hoher Luftdruck ver-
kürzen die Lebensdauer der Reifen und wir-
ken sich außerdem ungünstig auf die Straßen-
lage des Fahrzeuges aus.
Und noch zwei wichtige Hinweise:
2. Fahren Sie Ihren Wagen nie mit abge-
klemmter Batterie und achten Sie darauf, daß
— umgekehrt — vor dem Schnelladen der im
Fahrzeug befindlichen Batterie unbedingt beide
Polanschlüsse abgenommen werden: Bei
Nichtbeachtung dieser Hinweise besteht sonst
die Gefahr, daß die elektronischen Bauteile
der elektrischen Anlage beschädigt werden.
1. Wenn überwiegend in staubreichen Gegen-
den gefahren wird, muß das Ölbadluftfilter
häufiger geprüft werden — unter Umständen
sogar täglich.
Wie das geschieht, ist auf Seite 65 beschrie-
ben.
.
Seite: 32
32
Motor anlassen
Bevor Sie den Zündschlüssel drehen, über-
zeugen Sie sich bitte davon, dass der Schalt-
hebel in der Leerlaufstellung steht.
Die K ontrollampen, die beim Einschalten der
Zündung im Tachometer aufleuchten, erlöschen
nach dem Anlassen des Motors.
Müssen Sie das Anlassen wiederholen oder
bleibt der Motor während der Fahrt einmal
stehen, kann erst wieder gestartet werden,
wenn Sie zuvor die Zündung ausschalten: Die
im Zündschloß eingebaute Anlaß-Wiederhol-
sperre verhindert, daß der Anlasser bei lau-
fendem Motor einspurt und dadurch beschä-
digt werden kann.
Es ist falsch, den Motor im Leerlauf warm-
laufen zu lassen — fahren Sie sofort los. Ver-
meiden Sie aber bitte hohe Drehzahlen, so-
lange der Motor noch kalt ist.
Sobald der Motor läuft, lassen Sie bitte den
Zündschlüssel los: Der Anlasser darf nicht
mitlaufen.
Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt oder
bei kaltem Motor vor dem Anlassen Gaspedal
einmal ganz durchtreten und langsam zurück-
nehmen, um die Startautomatik auszulösen.
Dann Zündung einschalten und sofort starten.
Kuppeln Sie bitte aus, damit der Anlasser nur
den Motor durchzudrehen braucht.
Bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt oder
bei noch warmen Motor treten Sie während
des Anlassens das Gaspedal langsam durch.
Bei sehr warmem Motor ist mit Vollgas zu
starten — nicht „pumpen”!
Vorsicht beim Anlassen des Motors
in geschlossenen Räumen!
Vergiftungsgefahr!
Leuchtet die rote Kontrollampe für den Öl-
druck während der Fahrt auf, müssen Sie
unverzüglich anhalten, weil dann die Schmie-
rung des Motors unterbrochen sein kann. Prü-
fen Sie bitte zunächst den Ölstand. Liegt eine
andere Ursache für die Störung vor, so soll-
ten Sie unbedingt fachmännische Hilfe in An-
spruch nehmen.
Sollte der Generator aus anderen Gründen
nicht mehr laden, so können Sie zwar noch
weiterfahren, aber möglichst nur bis zur näch-
sten Werkstatt, denn sonst würde die Batterie
bald ganz leer sein.
Wenn die rote Kontrollampe für den Generator
einmal während der Fahrt aufleuchtet, halten
Sie bitte unbedingt an und prüfen Sie zunächst
den Generator-Keilriemen Bei gerissenem
Keilriemen ist die Kühlung des Motors
unterbrochen. Wie man den Keilriemen erneu-
ert, ist auf der Seite 49 beschrieben.
Seite: 33
33
Hinweise für eine gute Fahrt
Einfahrbeschränkungen gibt es für Volkswagen
nicht — vom ersten Tag an können Sie Ihren
Wagen voll ausfahren.
Besonders wirtschaftlich fahren Sie zwischen:
Volkswagen haben hervorragende Bremsen, die kürzeste Bremswege ermöglichen. Denken Sie
aber bitte daran, daß der Bremsweg um ein Vielfaches der Geschwindigkeitszunahme ansteigt:
Er ist beispielsweise bei 100 km/h viermal so lang wie bei 50 km/h. Bremsen Sie stets rechtzeitig
und mit dem Gefühl — blockierte Räder verlängern den Bremsweg.
Wer weich und gleichmäßig, das heißt zügig
fährt, hat die Wirtschaftlichkeit auf seiner
Seite. Sehr schnelles, rasant-sportliches Fah-
ren, häufiger Wechsel zwischen Vollgas und
Bremse bedeutet, öfter tanken zu müssen —
ganz abgesehen vom höheren Verschleiß der
Reifen und der Bremsbeläge.
Verlangen es die Verkehrsverhältnisse, einen
Überholvorgang schnell beenden zu müssen,
so können Sie kurzfristig auch einmal im
2. Gang bis 60 km/h und im 3. Gang bis
100 km/h beschleunigen. Allerdings kosten
Vollgasbeschleunigungen erheblich mehr Kraft-
stoff.
Beachten Sie jedoch bitte die zulässigen Ge-
schwindigkeitsbereiche für die einzelnen Gänge
des 4-Gang-Schaltgetriebes:
Wasser vermindert den Reibwert der Bremsbeläge. Besonders die Bremsscheiben der Scheiben-
bremsen können bei Wasserdurchfahrten — wie übrigens auch beim Wagenwaschen — naß
werden. Sie werden zwar beim Bremsen durch die Reibwirkung der Beläge sofort getrocknet,
trotzdem wird die volle Bremswirkung dadurch etwas verzögert einsetzen. Hinzu kommt die
verminderte Haftung der Reifen bei Nässe. Auch daran können wir nichts ändern. Sie aber
können sich gegen Gefahren schützen, wenn Sie stets ausreichenden Abstand halten — beson-
ders bei Regen und auf glatter Straße. Sicherheit geht über alles!
Lassen Sie uns in diesem Zusammenhang
auch von der Kupplung sprechen. Sie wird
heute mehr denn je beansprucht. Ein geübter
Fahrer läßt die Kupplung sowohl beim Anfah-
ren als auch beim Schalten möglichst wenig
schleifen. Er kuppelt beim Gangwechsel stets
ganz aus, fährt in der Kolonne und im Stadt-
verkehr beim Abbiegen nicht mit schleifender
Kupplung, sondern schaltet vorher in den ent-
sprechenden Gang zurück und benutzt nie das
Kupplungspedal als „Ruheplatz” für den linken
Fuß.
20 und 45 km/h im 2. Gang,
35 und 70 km/h im 3. Gang und
50 und 100 km/h im 4. Gang.
1,3-Liter-
Motor
1,6-Liter-
Motor
1. Gang km/h
2. Gang km/h
3. Gang km/h
4. Gang km/h
0 — 25
20 — 55
35 — 90
50 — 130
0 — 25
20 — 50
35 — 85
50 — 125
Das wollten wir Ihnen als Voraussetzung für die richtige B edienung
Ihres Volkswagens und als Grundlage für eine gute F ahrweise mit auf den
Weg geben.
Gute Fahrt!
Seite: 34
34
VW-Automatic*
Bei der Bedienung der VW-Automatik sind nur wenige Punkte zu beachten, die Sie kennen
sollten, wenn Sie die Vorteile der Automatik auch wirklich ausnutzen wollen. Machen Sie sich
bitte zunächst die folgenden drei Grundregeln zu eigen:
Zum Wählen der Fahrbereiche muß die Kraftübertragung zwischen Motor und Getriebe unter-
brochen werden. Das geschieht durch eine Trennkupplung, die automatisch ausrückt, sobald
Sie den Wählhebel in Richtung eines Fahrbereiches bewegen. Benutzen Sie den Wählhebel
daher nur zum Wechseln eines Fahrbereiches. Wenn Sie ihn während der Fahrt anfassen und
dabei unbeabsichtigt in Wählrichtung bewegen, können Sie bereits auskuppeln. Das würde
zu einem plötzlichen Hochdrehen des unbelasteten Motors führen und beim Wiedereinkuppeln
— sobald Sie den Wählhebel loslassen — die Trennkupplung stark beanspruchen.
2 —
Vermeiden Sie bitte, beim Wählen eines anderen Fahrbereiches aus alter Gewohnheit zu
„kuppeln” und so versehentlich auf die Bremse zu treten: Ihr „VW-Automatic” besitzt kein
Kupplungspedal mehr. Dafür ist das Bremspedal wesentlich breiter, damit Sie — zum Beispiel
beim Rangieren — auch einmal mit dem linken Fuß bremsen können.
3 —
Bei Ihrem Wagen mit VW-Automatik ist zwischen Motor und Getriebe ein Drehmoment-
wandler” eingebaut, der unter anderem als Anfahrkupplung dient.
„
1 —
Deshalb betätigen Sie bitte die Fuß- oder Handbremse, wenn Sie bei stehendem Fahrzeug
einen Fahrbereich wählen. Das ist notwendig, weil der Drehmomentwandler auch bei Leer-
laufdrehzahi die Kraftübertragung nicht ganz unterbricht. Der Wagen neigt dazu, sich langsam
zu bewegen, er „kriecht”, und zwar um so stärker, je niedriger der eingelegte Fahrbereich oder
je höher die Motordrehzahl ist.
* Mehrausstattung auf Wunsch.
Seite: 35
35
Die Fahrbereiche Anfahren
Wenn Sie gern sportlich fahren und das volle
Beschleunigungsvermögen Ihres Wagens aus-
nutzen wollen, können Sie den Fahrbereich 1
ohne weiteres bis 90 km/h (85 km/h)* ausfah-
ren und erst dann den Fahrbereich 2 wählen:
Allerdings kostet diese Fahrweise auch etwas
mehr Kraftstoff.
Sie können in diesem Fahrbereich praktisch
alle Geschwindigkeiten bis hinunter zum
Schritt-Tempo fahren. Der Drehmomentwand-
ler des Getriebes wandelt stufenlos die vom
Motor abgegebene Leistung und paßt sie der
jeweiligen Fahrsituation an.
Gas wegnehmen
Wählhebel in die Stellung 2 legen und
wieder Gas geben.
Wenn Sie gern ruhig und ausgeglichen fahren
— Sie sparen damit Kraftstoff — , empfehlen
wir Ihnen, schon bald nach dem Anfahren —
etwa bei 30—40 km/h — den Fahrbereich 2
zu wählen. Das ist ganz einfach:
Handbremse anziehen oder Fußbremse
leicht betätigen
Wählhebel nach vorn in die Stellung 1 le-
gen und sofort wieder loslassen
Bremse lösen und Gas geben
Bevor Sie zum Anfahren einen Fahrbereich
wählen, treten Sie bitte leicht auf die Fuß-
bremse oder ziehen Sie die Handbremse an.
Warum das notwendig ist, wissen Sie ja be-
reits. Das Anfahren geschieht normalerweise
im Fahrbereich 1, also:
Das Anlassen des Motors ist nur möglich,
wenn der Wähihebel in Leerlaufstellung — N
— steht. Im übrigen gelten auch für das An-
lassen des „VW-Automatic” die Hinweise auf
Seite 32 dieser Betriebsanleitung.
Der Wählhebel steht in Leerlaufstellung N
immer zwischen den Fahrbereichen 1 und 2,
die Sie am meisten benutzen. Zum Wählen der
Fahrbereiche L oder R muß der Wählhebel zu-
nächst nach links gedrückt werden.
* Werte in Klammern 1,3-l-Motor.
Den Rückwärtsfahrbereich — R — legen Sie
bitte wie gewohnt nur bei stehendem Fahrzeug
ein. Dazu ist eine Sperre durch Niederdrücken
des Hebels zu überwinden.
Der F ahrbereich 2 ist der Normalfahrbereich,
den Sie grundsätzlich auf freier Strecke wählen.
Auch bei gut fließendem Stadtverkehr — also
bei verhältnismäßig niedrigen Geschwindig-
keiten — läßt sich Ihr „VW-Automatic” ange-
nehm in diesem Fahrbereich fahren.
Der Fahrbereich 1 — Anfahr- und Beschleuni-
gungsbereich — reicht von 0 bis etwa 90 km/h
(85 km/h)*. Ferner empfiehlt er sich für dichten
Stadtverkehr, mittlere Steigungen, langsame
Kolonnenfahrten und immer dann, wenn es
beim Überholen auf die größtmögliche Be-
schleunigung des Wagens ankommt.
Der F ahrbereich L — oder Lastbereich —
wird nur ganz selten benötigt. Er dient zum
Fahren an steilen Steigungen bei voll ausge-
lastetem Wagen oder mit Anhänger. Auch für
besonders langsames Fahren in schwierigem
Gelände ist dieser Fahrbereich zu empfehlen.
Er reicht von 0 bis 55 km/h (50 km/h).*
Ihr „VW-Automatic” hat drei Vorwärts- und
einen Rückwärtsfahrbereich. Sie sind so ab-
gestuft, dass Sie sehr schnell das Gefühl dafür
bekommen, die Fahrbereiche richtig zu wählen
und — in Anpassung an die jeweilige Ver-
kehrssituation — auch auszunutzen.
Seite: 36
36
Anhalten
auch Seite 16). Sie zeigt damit an, daß sich die
Temperatur der Wandlerflüssigkeit stärker er-
höht hat. Um die Wandlerflüssigkeit intensiver
zu kühlen, müssen Sie in den nächst niedrige-
ren Fahrbereich zurückwählen. Die Lampe wird
dann bald darauf wieder verlöschen. Wenn
jedoch im Fahrbereich L die Warnlampe nicht
ausgeht, halten Sie bitte bei nächster Gelegen-
heit an — der Drehmomentwandler könnte
sonst durch Überhitzung Schaden nehmen.
Die Temperatur der Wandlerflüssigkeit wird
jedoch schnell zurückgehen, wenn man den
Motor mit erhöhter Leerlaufdrehzahl weiter-
laufen läßt.
Wenn Sie einmal längere Zeit unter hoher
Belastung — zum Beispiel langsames
Kolonnenfahren mit Anhänger am Berg —
fahren müssen, kann die rote Warnlampe im
Geschwindigkeitsmesser aufleuchten (siehe
Warnlampe im Tachometer
Zum Rangieren benutzen Sie am besten den
Rückwärts- und den Fahrbereich L. Denken
Sie bitte daran, daß der Rückwärtsfahrbereich
nur bei stehendem Fahrzeug und bei Leerlauf-
drehzahl des Motors gewählt werden darf.
Rangieren
Ziehen Sie beim Parken also grundsätzlich die
Handbremse an.
Beim Parken ist zu beachten, daß der stehende
Wagen nicht durch einen eingelegten Fahr-
bereich gegen Wegrollen gesichert werden
kann.
Parken
Wenn die Bremskraft des Motors ausgenutzt
werden soll, ist wie bei konventionellen Schalt-
getrieben die jeweils kleinere Fahrstufe zu
wählen.
Bergfahrten
Nehmen Sie das Gas weg und bremsen Sie
den Wagen ab. Behalten Sie bitte den Fuß
leicht auf der Bremse oder ziehen Sie die
Handbremse an, damit der Wagen nicht
kriecht. Zum Anfahren brauchen Sie nur wie-
der Gas zu geben. Wenn der Wagen nicht
voll besetzt ist und Sie nicht gerade an einer
Steigung halten mußten, können Sie auch
durchaus im Fahrbereich 2 anfahren. Im Fahr-
bereich 1 ist die Beschleunigung natürlich
besser.
Eine 8-A mpere-Schwebesicherung, die das
Steuerventil der „Automatik” extra absichert,
befindet sich im Motorraum, und zwar an
einem Haltewinkel neben der Zündspule.
Wenn diese Sicherung einmal durchgebrannt
ist, lassen sich die Fahrbereiche nicht mehr
wählen.
Anschieben ist nicht möglich, weil der Kraft-
schluß des Drehmomentwandiers im Schritt-
tempo nicht ausreicht.
Sollte der Motor Ihres „VW-Automatic” wider
Erwarten einmal nicht anspringen, so können
Sie den Wagen mit einer Geschwindigkeit von
etwa 25 km/h anschleppen lassen. Wählen Sie
dazu den Fahrbereich L.
Anschleppen
ist mit dem „VW-Automatic” uneingeschränkt
möglich. Mit dieser zusätzlichen Belastung
sollte man aber möglichst nur im Fahrbereich L
anfahren und ebenfalls an Steigungen recht-
zeitig zurückwählen.
Anhängerbetrieb und Abschleppen
Seite: 37
37
Ma n c h er h ätte Sie jetzt g ern als K u n d e.
A b er nic ht je d er ist g ut g e n u g
für Ihre n V W.
Wer nicht von VW autorisiert ist, kann Ihnen vieles nicht
bieten, was beim VW-Kundendienst selbstverständlich ist.
Zum Beispiel das bewährte Volkswagen Diagnose- und
Wartungssystem.
Geschulte Mechaniker mit Spezialwerkzeugen.
Rationelle Arbeitsmethoden, die das Volkswagenwerk ent-
wickelt hat. Kurz — die wirtschaftliche Art, Ihren VW topfit
und betriebssicher zu halten. Jahr um Jahr.
Und damit Sie sicher gehen: Vor jeder autorisierten
VW-Werkstatt steht das VW-Zeichen.
Seite: 38
38
Winterbetrieb
Versuchen Sie bitte unter keinen Umständen,
die Kühlung und damit die Heizung Ihres Wa-
gens durch Abdecken der Luftschlitze im Wa-
genheck zu beeinflussen. Die Luftschlitze müs-
sen unbedingt frei bleiben, damit die Zufuhr
von Frischluft für Vergaser und Kühlgebläse
nicht gestört wird.
Allgemein gilt: Winterreifen haben nur dann
echte Vorteile, wenn wirklich winterliche
Straßenverhältnisse vorliegen. Aus Gründen
der Fahrsicherheit empfiehlt es sich, mit
Winterreifen — gleich welcher Art — die
Höchstgeschwindigkeit des Wagens nicht voll
auszunutzen. Auch bei schneefreien, nassen
und trockenen Straßen können Sie von ihnen
nicht die gleiche Bodenhaftung erwarten, wie
von einer Normalbereifung. Außerdem unter-
liegen sie diesen Bedingungen beson-
ders bei hohen Geschwindigkeiten einem we-
sentlich stärkeren Verschleiß.
ketten ausnahmsweise auch einmal an den
Vorderrädern erforderlich, sollte auf den vollen
Lenkeinschlag verzichtet werden, um ein mög-
liches Anstreifen der Ketten am Stabilisator zu
vermeiden. Das gilt besonders bei Verwen-
dung von Schneeketten auf Winterreifen.
Die spezifischen Eigenschaften der Winter-
reifen werden verbessert, wenn der Luftdruck
um 0,2 atü über den jeweils gültigen Luftdruck
für Normalreifen erhöht wird. Diese 0,2 atü
schließen jedoch die empfohlene Luftdruck-
erhöhung für Autobahnfahrt mit ein. Neue
M+S-Eisreifen sollen zunächst bei mäßiger
Geschwindigkeit eingefahren werden, damit
sich die Spikes richtig einlagern.
Auch bei der Montage von Winterreifen darf
die vorgeschriebene Karkassenfestigkeit nicht
unterschritten werden. Bitte achten Sie daher
beim Kauf von Winterreifen immer auf die
PR-Angabe auf der Reifenflanke.
Besonders griffiges Profil mit guter Boden-
haftung bei Matsch und Schnee haben M+S-
Reifen. Noch vorteilhafter sind M+S-Eisreifen,
die die Fahrsicherheit bei Schneeglätte und
Glatteis wesentlich erhöhen. Winterreifen sind
grundsätzlich an allen vier Rädern zu fahren.
Reifen mit abgefahrenem Profil können vor
allem im Winter gefährlich werden. Sorgen Sie
daher rechtzeitig für Ersatz! Winterreifen ver-
lieren weitgehend ihre Wintertauglichkeit,
wenn das Profil bis zu 4 mm abgefahren ist.
Im Gegensatz zu Winterreifen brauchen
Schneeketten im allgemeinen nur auf die An-
triebsräder aufgelegt zu werden. Sind Schnee-
Schneeketten: Es sollen nur feingliedrige
Spurketten verwendet werden, die an der
Reifenfläche und an den Innenseiten der Reifen
nicht mehr als 15 mm einschließlich Ketten-
schloß auftragen. Schneeketten aus dem
Original-VW-Zubehörprogramm erfüllen diese
Voraussetzungen.
Gürtelreifen bewähren sich auch im Winter.
Wenn keine extremen Winterbedingungen
vorliegen, können sie eine M+ S-Bereifung zu-
meist ersetzen. M+S- und M+S-Eisreifen in
Gürtelbauart haben dagegen optimale Winter-
eigenschaften. Die für normale Winterreifen
empfohlene Luftdruckerhöhung um 0,2 atü ist
auch für Winter-Gürtelreifen gültig.
Falls Sie Ihren Volkswagen im Winter nur auf
kurzen Strecken und im Stadtverkehr fahren,
so empfehlen wir Ihnen, den Ölwechsel aus-
nahmsweise in 2500-km-Abständen vorzu-
nehmen. Legen Sie aber unter diesen Bedin-
gungen nur wenige hundert Kilometer im
Monat zurück, so ist es ratsam, das Öl alle
6 bis 8 Wochen wechseln zu lassen. In der
übrigen Jahreszeit sind diese Maßnahmen
überflüssig und unwirtschaftlich. In Gebieten
mit arktischem Klima, also bei Temperaturen
etwa ab-25°C, soll das Öl alle 1250 km
gewechselt werden.
Das Motoröl der Viskositätsklasse SAE 30
wird bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt
sehr zähflüssig, so daß das Anspringen des
Motors erschwert wird. Sobald mit winterlichen
Temperaturen zu rechnen ist, soll daher recht-
zeitig anläßlich eines Ölwechsels ein dünn-
flüssigeres Motoröl eingefüllt werden. Nähere
Einzelheiten über die zu verwendende Viskosi-
tätsklasse finden Sie auf Seite 60.
Beim Befahren längerer schneefreier Strecken
sollen die Ketten abgenommen werden. Dort
haben sie keinen Sinn, beschädigen die Reifen
und sind schnell zerstört.
Seite: 39
39
Das G etriebeöl SAE 90 kann man im allge-
meinen ganzjährig fahren. Nur in Gebieten mit
überwiegend winterlichen Außentemperaturen
ist es erforderlich, das dünnere Getriebeöl der
Viskositätsklasse SAE 80 zu verwenden.
Die Zündkerzen dürfen vor allem während der
kalten Jahreszeit keinen zu großen Elek-
trodenabstand haben. Er soll normalerweise
0,7 mm betragen.
Kunststoff-Flasche Türschloß-
Enteiser (100 ccm) . . . . . . . 000 096 106
Türschloß-Enteiser-Spray
(16 ccm—Taschenformat) . . . . . 000 096 107
Nachfüllpackung für 000 096 107
(300 ccm) . . . . . . . . . . . . 000 096 108
Sehr nützlich kann es sein, wenn man während des Winters einen Spaten oder eine Schaufel
mit kurzem Stiel - zum Freischaufeln -, einen Handfeger - zum Abkehren des Schnees —
und einen Kunststoffschaber — zum Abkratzen vereister Scheiben — im Wagen hat.
Die Batterie läßt mit sinkender Außentempe-
ratur nicht nur in der Kapazität nach, sie wird
vor allen Dingen in der kalten Jahreszeit auch
wesentlich stärker beansprucht. Ganz abge-
sehen von dem höheren Stromverbrauch beim
Anlassen und dem häufigeren Fahren mit
Licht, werden gerade im Winter vielfach elek-
trische Zusatzgeräte, die sehr viel Strom auf-
nehmen, eingeschaltet — zum Beispiel Heiz-
scheiben oder Standheizungen. Eine tief aus-
gekühlte Batterie, wenn sie obendrein nicht
gut geladen ist, hat schließlich nur noch einen
Bruchteil der Startleistung einer Batterie bei
normaler Temperatur. Besonders wenn Sie
nur kurze Strecken oder im Stadtverkehr fah-
ren, ist es daher ratsam, die Batterie im Winter
hin und wieder zusätzlich aufladen zu lassen.
Vor dem Schnelladen der im Fahrzeug befind-
lichen Batterie sind beide Polanschlüsse abzu-
nehmen, damit die elektronischen Bauteile der
elektrischen Anlage nicht beschädigt werden
können. Nähere Hinweise finden Sie auf der
Seite 55.
In Gebieten mit arktischen Temperaturen nur
unter -25 °C kann in das Getriebe ATF (Auto-
matic Transmission Fluid) eingefüllt werden.
Bei ansteigenden Temperaturen ist das ATF
unbedingt wieder durch Getriebeöl SAE 80
oder SAE 90 zu ersetzen.
Ein eingefrorenes Türschloß läßt sich ohne
Schwierigkeiten — auch bei starkem Frost —
mit Hilfe des Türschloß-Enteisers aus dem
VW-Pflegemittelangebot auftauen. Dieses Mit-
tel enthält konservierende Bestandteile, so daß
auch bei häufigem Gebrauch der Schließ-
zylinder nicht angegriffen wird. Auch für die
Lackierung ist es unschädlich.
Türschlösser können einfrieren, wenn zum
Beispiel beim Waschen Wasser in den Schließ-
zylinder gelangt. Der Wasserstrahl sollte da-
Das F ahrgestell ist im Winter ganz besonde-
ren Beanspruchungen ausgesetzt. Vor allem
werden in immer stärkerem Maße Chemikalien
zum Abtauen der Straßen verwendet, denen
auf die Dauer auch eine sehr widerstands-
fähige Lackierung nicht standhalten kann. Die
Unterseite Ihres Volkswagens ist deshalb zu-
sätzlich durch einen Wachs-Unterbodenschutz
gegen Witterungseinflüsse geschützt. Es emp-
fiehlt sich, diesen Schutzfilm zu Beginn des
Winters zu prüfen und durch Nachspritzen aus-
bessern zu lassen, wenn die volle Schutzwir-
kung erhalten bleiben soll. Ölhaltige Korro-
sionsschutzmittel sollten auf die wachsge-
schützte Fahrzeugunterseite nicht aufgetragen
werden. Vereiste Scheiben werden mit unserem Ent-
froster-Spray besprüht. Nach kurzer Einwirk-
dauer läßt sich auch stärkster Eisbelag mühe-
los abwischen.
Entfroster-Spray (300 ccm) . . 000 096 109
her nicht direkt auf das Schloß gerichtet wer-
den. Noch besser ist es, das Schlüsselloch
vorher abzudecken.
Seite: 40
40
Anhängerbetrieb
Allgemeine Hinweise für das F ahren mit
einem Anhänger
Die Anhängevorrichtung muß nach den
Richtlinien des Volkswagenwerkes mon-
tiert sein. Anhängevorrichtungen, die als
Original-VW-Zubehör in einer VW-Werk-
statt eingebaut werden, erfüllen diese
Voraussetzungen. Andernfalls werden den
Anhängevorrichtungen genaue Einbau-
anleitungen mitgegeben.
Die maximalen Anhängelasten dürfen
nicht überschritten werden.
Damit Ihr Volkswagen nicht überfordert wird,
beherzigen Sie bitte folgende Hinweise und
Fahrregeln, die nicht zuletzt auch der Fahr-
sicherheit dienen:
Der Anhängerbetrieb stellt in jedem Falle hohe
Anforderungen an den Zugwagen: Aufbau,
Fahrwerk, Kupplung und Bremsen werden be-
sonders beansprucht.
Fahren Sie stets mit mäßiger Geschwindig-
keit. In Deutschland ist die Höchstge-
schwindigkeit bei Anhängerbetrieb ohne-
hin auf 80 km/h begrenzt.
Ein zweiter Außenspiegel ist fast immer
erforderlich. Ist der Anhänger breiter als
der Zugwagen, müssen beide Außen-
spiegel an Auslegern befestigt sein. Sie
sollten am besten teleskopartig verstell-
bar sein, damit der Blick nach hinten jeder-
zeit möglich ist.
Der Auflagedruck der Anhängerdeichsel
auf den Kugelkopf der Anhängevorrich-
tung muß 25—40 kg betragen. Die zuläs-
sige Hinterachslast darf hierdurch aber nicht
überschritten werden.
Schalten Sie rechtzeitig zurück — sowohl
bei Bergauf- als auch bei Bergabfahrten.
Bremsen Sie rechtzeitig und möglichst
sanft. Üben Sie das richtige Bremsen bei
einem Anhänger mit Auflaufbremse: Zu-
erst sanft anbremsen, dann zügig ab-
bremsen. So vermeiden Sie Bremsstöße,
die durch blockierte Anhängerräder ent-
stehen können.
Schonen Sie die Kupplung des Zugwagens.
Geben Sie beim Anfahren nur soviel Gas
wie unbedingt nötig und lassen Sie die
Kupplung nicht unnötig schleifen.
Verwenden Sie nur Reifen mit gutem
Profil. Achten Sie auch auf den richtigen
Luftdruck. Wählen Sie stets die Luft-
drücke für volle Belastung. Die Reifen des
Anhängers müssen unbedingt den gleichen
Luftdruck haben.
In Deutschland muß auch der Einbau einer
typgeprüften Anhängevorrichtung in die
Kraftfahrzeugpapiere eingetragen werden.
Anhängerbetrieb ist immer mit erhöhtem
Kraftstoffverbrauch verbunden. Das grö-
ßere Transportgewicht und der wesent-
lich höhere Roll- und Luftwiderstand des
Gespanns verlangen vom Motor mehr
Leistung, mehr Leistung aber bedeutet
höheren Verbrauch!
Natürlich ist es auch, daß sich die Motor-
leistung bei Bergfahrten mit zunehmender
Höhe verringert, eine Folge der ab-
nehmenden Luftdichte! Das zulässige Ge-
wicht eines gebremsten Anhängers sollte
deshalb — z. B. bei Paßfahrten im Hoch-
gebirge — nicht voll ausgenutzt werden.
Auch mit Anhänger bewältigt Ihr VW bei
entsprechender Fahrweise jede normale
Straßensteigung. Verlangen Sie dabei
aber nichts Unmögliches. Die maximale
Steigfähigkeit in den Gängen gilt für eine
Besetzung mit 2 Personen — jedoch ohne
Anhänger! Je nach Anhängergewicht
sind mehr oder weniger große Abstriche
von diesen Werten die natürliche Folge-
rung!
Seite: 41
41
Anhängerbetrieb mit dem VW-Automatic
Eine Überhitzung tritt dagegen nicht ein, wenn
Sie
Die Flüssigkeit im Drehmomentwandler kann
zu heiß werden, wenn beim Anfahren und im
Fahrbetrieb ein Fahrbereich gewählt wird, der
zu starkem Schlupf führt.
Für das Fahren mit dem Anhänger in den Ber-
gen möchten wir hier noch ein paar Ratschläge
geben, die dazu angetan sind, die Fahrsicher-
heit zu erhöhen und das Getriebe zu entlasten:
Durch den Drehmomentwandler werden bei
sachgemäßer Bedienung Anfahrrucke völlig
vermieden. Außerdem treten während der
Fahrt und beim Wählen der Fahrbereiche keine
Schaltrucke auf — Motor, Kraftübertragung
und die Reifen der Antriebsräder werden ge-
schont. Im Abschnitt „Umgang mit der VW-
Automatik” auf der Seite 36 finden Sie auch
nähere Hinweise über den Anhängerbetrieb,
die Sie beachten sollten.
Die VW-Automatik bietet gerade für das Fah-
ren mit Anhänger viele Vorteile, die z.B. beim
Anfahren mit dem schweren Gespann, aber
auch beim Fahren am Berg und im Kolonnen-
verkehr zur Geltung kommen.
F alsch ist es, das Gespann am Hang bei
eingelegtem Fahrbereich längere Zeit durch
Gasgeben am Zurückrollen zu hindern, es
sozusagen in der „Schwebe” zu halten —
anstatt die Hand- oder Fußbremse zu be-
nutzen. Grund: Durch längeren starken
Schlupf im Drehmomentwandler würde sich
das ATF übermäßig erhitzen, so daß es zu
Dichtungsschäden im Getriebe kommen
kann.
Richtig ist es, bei langen Bergabfahrten den
Fahrbereich L zu wählen, um die Bremswir-
kung des Motors auszunutzen und damit
die Radbremsen zu entlasten.
während der Fahrt beim Aufleuchten der
Warnlampe im Tachometer sofort in den
nächst niedrigeren Fahrbereich zurückwäh-
len.
grundsätzlich im Fahrbereich L anfahren
(Fahrbereich 1 erst einlegen, wenn min-
destens 35 km/h erreicht sind).
Seite: 42
42
Wagenpflege
Auch der beste Lack muß regelmäßig und sachkundig gepflegt werden, wenn er über Jahre
hinaus sein gutes Aussehen behalten soll. Das wird verständlich, wenn Sie sich einmal über-
legen, welchen Beanspruchungen die Lackierung ausgesetzt ist:
Danach Wagen gründlich mit Wasser nach-
spülen und abledern.
Polieren
Genügt klares Wasser zum Schmutzlösen
nicht, „Wasch-Shampoo” dem Waschwasser
zusetzen und mit Schwamm oder weicher
Waschbürste auftragen.
Schwamm dabei oft gründlich ausspülen, um
Kratzspuren auf dem Lack zu vermeiden.
Waschen
Wagen mit klarem Wasser von oben nach
unten abwaschen - aber nicht in der Sonne!
Jede VW-Werkstatt hält alle zur Volkswagen-Pflege vorgesehenen Mittel für Sie bereit. Diese
Pflegemittel wurden von uns erprobt und speziell für den Volkswagen ausgewählt. Die Bestell-
Nummern entnehmen Sie bitte unseren Pflegehinweisen.
Grelles Sonnenlicht, kalte Regengüsse, Industrieabgase, Ruß, Staub und Schmutz wirken in
immer wiederkehrendem Wechsel auf den Lack ein. In der kalten Jahreszeit werden alle äußeren
Fahrzeugteile durch die extremen klimatischen Bedingungen und aggressiven Streusalzlösungen
noch stärker beansprucht. Wir empfehlen daher, den Wagen in dieser Zeit in etwas kürzeren
Zeitabständen, als es sonst üblich ist, zu pflegen.
Kanister Lackkonservierer
(250 ccm)
Kanister Lackkonservierer
(1000 ccm)
Kanister Waschkonservierer
(150 ccm)
Kanister Waschkonservierer
(250 ccm)
. . . . 000 096 011
. . . . 000 096 012
. . . 000 096 121
. . . 000 096 122
Entweder nach dem Wagenwaschen „Lack-
konservierer” auftragen und blankreiben oder
einfach regelmäßig „Waschkonservierer” dem
zweiten Waschwasser beifügen. Fahrzeug
damit nachwaschen und abledern.
So oft wie möglich! Dadurch kann verhindert
werden, daß sich Schmutz auf der Lackober-
fläche festsetzt und Industriestaub in den Lack
eindringt.
Konservieren
Waschschwamm
Waschleder
Auto-Waschbürste
Waschhandschuh
Nylon-Waschhandschuh
. . . . . . . 000 096 151
. . . . . . . . . 000 096 155
. . . . . . . 000 096 157
. . . . . . . 000 096 153
. . . . 000 096 160
Kleine Lackschäden, wie Kratzer, Schrammen
oder Steinschläge, sofort mit Original-VW-
Lackstift oder -Sprühdose ausbessern, bevor
sich Rost ansetzt. Ein Klebeschild im Reserve-
radraum nennt die Farbbezeichnung und Farb-
nummer der Originallackierung des Wagens.
Lackschäden ausbessern
Kanister Lack-Politur (250 ccm)
Kanister Lack-Politur (1000 ccm)
Tube Lack-Pflege (210 g)
Beutel Polierwatte (200 g)
Beutel Polierwatte (500 g)
. . 000 096 001
. 000 096 002
. . . . 000 096 021
. . . . 000 096 161
. . . . 000 096 162
Beim Polieren mit „Lack-Pflege” erübrigt sich
das Konservieren.
Nur, wenn Lackierung unansehnlich geworden
ist und mit Konservierungsmitteln kein Glanz
mehr erzielt wird.
Nach der Behandlung mit „Lack-Politur”
Wagen konservieren.
Kanister Wasch-Shampoo
(250 ccm)
. . 000 096 112
Kanister Wasch-Shampoo
(150 ccm)
. . 000 096 111
Seite: 43
43
Industriestaub entfernen klebrigen Tröpfchen gesprenkelt. Diese Flecke
lassen sich verhältnismäßig leicht mit einer
Lösung aus Wasch-Shampoo entfernen, wenn
die Behandlung nicht zu lange hinausgezögert
wird. Eine Nachbehandlung der gereinigten
Flächen mit Lack-Konservierer ist in jedem
Fall zu empfehlen.
Zum Auftragen von „Chromschutz flüssig”
und Entkonservierer empfehlen wir, die Sprüh-
pistole 000 096 064 zu verwenden.
Wagen, die im Sommer unter Bäumen geparkt
werden, zeigen sich oft über und über mit
Parken unter Bäumen
. . . 000 096 081
. . . . . . . . 000 096 083
Tube Insektenentferner (80 g)
Insektenschwamm
Behandelte Lackflächen nachwaschen. Ver-
schmutzte Windschutzscheibe mit „Insekten-
schwamm” bearbeiten.
Insektenreste entfernen
Kanister Teerentferner (150 ccm) 000 096 051
Kanister Teerentferner (250 ccm) 000 096 052
Wenn notwendig, Lackfläche möglichst bald
mit „Teerentferner” behandeln. Nach der Be-
handlung Reste des Teerentferners mit Wasch-
mittellösung (Wasser und Wasch-Shampoo)
abspülen.
Teerflecke entfernen
Besonders auf Fugen, Falze usw. achten.
Flasche Industriestaub-Entferner . 000 096 091
(500 ccm)
„Industriestaub-Entferner” muß nach dem Ein-
wirken gründlich abgespült werden!
Wenn notwendig, Lackflächen möglichst bald
mit „Industriestaub-Entferner” behandeln.
Festgetrocknete Insekten mit „Insektenent-
ferner” vom Lack lösen. Tube Chromputz (80 g)
Tube Chromschutz (80 g)
Kanister Chromschutz (500 ccm)
Kanister Entkonservierer für
Chromschutz (500 ccm)
. . . . 000 096 061
. . . 000 096 067
000 096 063
. . . . 000 096 167
„Chromschutz flüssig” kommt in Frage, wenn
Chromteile längere Zeit vor Korrosion ge-
schützt werden sollen. Möglichst mit Sprüh-
pistole auftragen. „Entkonservierer für Chrom-
schutz” entfernt diesen Schutzfilm mühelos.
„Chromschutz aus der Tube” enthält Konser-
vierungsmittel: Es reinigt und schützt also
gleichzeitig die Chromteile vor weiteren
Witterungseinflüssen.
Flecke und Beläge mit „Chromputz aus der
Tube” abreiben.
Vor jeder Behandlung mit Pflegemitteln sollen
die Chromteile unbedingt abgewaschen und
vollkommen trocken sein.
Chromteile pflegen
Kunststoff- und Textilreiniger
flüssig (500 ccm) . . . . . . . 000 096 072
Dabei sauberen, farblosen Lappen mit dem
Reiniger anfeuchten und Fleck durch kreis-
förmiges Reiben von außen nach innen auf-
lösen.
Mit Staubsauger absaugen oder mit einer nicht
zu weichen Bürste abbürsten. Flecke oder
starke Verschmutzungen lassen sich mit
„Kunststoff- und Textilreiniger flüssig” ent-
fernen:
Stoffpolsterung reinigen
Kunststoffreiniger-Paste (200 g) . 000 096 071
Kunststoffreiniger
flüssig (500 ccm) . . . . . . . . 000 096 073
Bei leichter Verschmutzung mit weichem
Lappen oder Bürste säubern. Bei stärkerer
Verschmutzung von luftdurchlässigem Kunst-
leder „Kunststoffreiniger flüssig” mit saugfähi-
gem farblosem Tuch auftragen. Behandelte
Flächen nach der Reinigung mit weichem Lap-
pen trockenreiben. Luftundurchlässige Kunst-
stoffe können mit Reinigungspaste gesäubert
werden.
Kunstleder reinigen
Das C abriolet-Verdeck braucht keine beson-
dere Pflege. Es ist jedoch wichtig, daß der
Kunststoffbezug rechtzeitig und regelmäßig
gereinigt wird. Verschmutzungen und Flecke
lassen sich am besten mit unseren Reinigern
Seite: 44
44
für Kunststoffe entfernen. Farbverdünner,
chlorhaltige Fleckenwasser oder ähnliche
Mittel sind ungeeignet, da sie das Kunststoff-
Material angreifen.
Tür- und Fensterdichtungen
Normalerweise mit Schwamm und lauwarmem
Wasser reinigen. Anschließend mit Fenster-
leder trocknen. Dieses Leder nicht für Lack-
flächen benutzen, da Rückstände von Konser-
vierungs- und Poliermitteln Sichtbehinderun-
gen hervorrufen.
Fensterscheiben reinigen
Reibungsgeräusche, die zwischen den seitli-
chen Fensterrahmen des Cabriolets und den
Gummiprofilen auftreten können, lassen sich
durch Einreiben mit Talkum oder Glyzerin
beseitigen.
Die Drehpunkte der Verdeckscheren werden
bei Bedarf von Staub und Schmutz gereinigt
und mit einem Tropfen Öl versehen. Anschlie-
ßend empfiehlt es sich, die Gelenke sorgfältig
abzuwischen, damit das Verdeck nicht durch
heraustropfendes Öl verschmutzt wird.
Je nach Zustand Wischerblätter jährlich ein-
bis zweimal durch neue ersetzen.
Durch Öl oder Insekten verklebte Wischer-
blätter mit harter Bürste und Waschmittellö-
sung reinigen.
Scheibenwischerblätter
Flasche Scheibenreiniger
(200 ccm)
Kissen Scheibenreiniger (35 ccm)
Insektenschwamm
Klarsichttuch
Scheibenputzer
. . . . . 000 096 105
. 000 096 101
. . . . . . . . 000 096 083
. . . . . . . . . . . 000 096 165
. . . . . . . . . 000 096 152
Sichtbehinderungen durch Insektenreste mit
„Insektenschwamm”, Gummiabrieb oder Öl-
rückstände mit „Scheibenreiniger” beseitigen.
Steht der Wagen längere Zeit in einer ge-
schlossenen Garage, sind Garage und Wagen-
innenraum von Zeit zu Zeit auszulüften, um
Schimmel und Stockflecke zu vermeiden.
Fahrzeug lüften
Wenn sich die Vordersitze schwer verschieben
lassen, sind die Gleitschienen von oben und
unten leicht zu fetten. Vor dem Einfetten
müssen die Schienen mit einem Lappen ge-
reinigt werden. Die Sitze können dazu ausge-
baut werden (siehe Seite 46 „Sitze aus- und
einbauen”).
Die Vordersitze
Gummidichtungen sollen geschmeidig und
unbeschädigt bleiben. Daher ab und zu leicht
mit Glyzerin oder Talkumpuder einreiben.
Seite: 45
45
Die Reifen
Wer außer einer regelmäßigen Luftdruck-
kontrolle und einer reifenschonenden Fahr-
weise ein übriges zur Pflege der Bereifung
tun will, beherzige folgende Regeln:
daher sobald wie möglich zu erneuern. Wir
raten jedoch dringend, die Reifen nicht so weit
abzufahren, da solche Reifen bei Nässe den
für höhere Geschwindigkeiten erforderlichen
Kraftschluß mit der Fahrbahn unter Umstän-
den nicht mehr gewährleisten. Stellen Sie eine
ungleichmäßige Abnutzung der Reifen fest,
dann lassen Sie sich bitte umgehend bei Ihrer
VW-Werkstatt beraten.
Ein Reifen ist spätestens zu erneuern, wenn
seine Profiltiefe nur noch 1 mm am ganzen
Umfang und auf der vollen Breite der Lauf-
fläche beträgt, weil dann die Grenze der Ver-
kehrssicherheit erreicht ist. Die Original-Be-
reifung Ihres Volkswagens ist mit „Verschleiß-
anzeigern” versehen. Hierbei handelt es sich
um quer zur Laufrichtung angeordnete Er-
hebungen im Grund der Profilrinnen, die als ca.
12 mm breite Streifen erscheinen, wenn der
Reifen bis auf eine Profiltiefe von 1,6 mm ab-
gefahren ist. Die Verschleißanzeiger sind — je
nach Fabrikat — 4 bis 6 mal in gleichen Ab-
ständen am Umfang angeordnet. Wenn die
Verschleißanzeiger an zwei oder mehr neben-
einanderliegenden Profilrinnen zu sehen sind,
so dass die Lauffläche an diesen Stellen keine
Profilierung mehr aufweist, ist das ein deutlich
sichtbares Zeichen, daß der Reifen fast bis zur
zulässigen Grenze der Verkehrssicherheit ab-
genutzt ist. Ein derart verschlissener Reifen ist
Reifen von Zeit zu Zeit auf Beschädigungen
prüfen und eingedrungene Fremdkörper
entfernen.
Reifen vor Berührung mit Kraftstoff und
Öl schützen.
Bereifung möglichst nicht längere Zeit
intensiver Sonnenbestrahlung aussetzen.
Verlorengegangene Staubkappen der Ven-
tile umgehend ersetzen.
1.
2.
3.
4.
Besonders bei hohen Geschwindigkeiten
machen sich statisch und dynamisch aus-
gewuchtete Räder vorteilhaft für die Fahreigen-
schaften des Wagens und die Lebensdauer der
Reifen bemerkbar. Da aber nach längerer Lauf-
zeit infolge des natürlichen Verschleißes eine
Verlagerung der Unwucht eintreten kann,
sollten die Räder alle 10000 km neu aus-
gewuchtet werden. Darüber hinaus soll ein
Rad grundsätzlich nach einer Reifenreparatur
ausgewuchtet werden. Diese Empfehlung gilt
für ausgewuchtete Räder auch dann, wenn ein
Reifen durch Ventilschaden luftleer geworden
ist.
Richtige und gleichmäßige Luftdrücke einer
Achse sind im Interesse eines sicheren Fahr-
verhaltens bei Gürtelreifen besonders wichtig.
Beachten Sie daher die für Gürtelreifen emp-
fohlenen speziellen Luftdruckangaben in der
Luftdrucktabelle auf Seite 68 dieser Betriebs-
anleitung und lassen Sie den Luftdruck der
Reifen regelmäßig kontrollieren. Unsere Hin-
weise für richtige Reifenpflege gelten im
übrigen ohne Ausnahme auch für die Gürtel-
bereifung.
Schlauchlose Gürtelreifen dürfen an Volks-
wagen nur in Verbindung mit den serien-
mäßigen Sicherheitsfelgen (sogenannten
Hump-Felgen) benutzt werden. Bei einem
Felgenwechsel ist das besonders zu beachten!
Im Zweifelsfall lassen Sie sich von Ihrer VW-
Werkstatt beraten.
Wer Gürtelreifen — Radialreifen — gewählt
hat, schätzt die positiven Merkmale dieser
Reifenbauart, die sich vor allem in höherer
Lebensdauer, erhöhter Rutschfestigkeit, bes-
serer Kurvengängigkeit, kürzeren Bremswegen
und geringerem Rollwiderstand äußern. Er wird
in Kauf nehmen, daß Gürtelreifen bei langsa-
mer Fahrt härter ablaufen und demzufolge auf
Pflasterstraßen — abhängig von ihrem kon-
struktiven Aufbau — mehr oder weniger
Dröhngeräusche erzeugen können.
Seite: 46
46
Selbsthilfe Tips
Für den Fall, daß Sie eine kleine Störung oder eine Panne einmal selbst beheben müssen, haben wir Ihnen auf den nächsten Seiten diejenigen
Arbeiten beschrieben, die Sie notfalls ausführen können.
Bei allen übrigen Reparaturarbeiten wenden Sie sich bitte grundsätzlich an unsere VW-Werkstätten. Überall, wo Sie unterwegs das vertraute
VW-Zeichen am Straßenrand treffen, werden Sie fachmännisch beraten und finden schnelle und wirksame Hilfe.
Sitze aus- und einbauen
Vordersitze herausnehmen
Verriegelungshebel (1) anheben und gleich-
zeitig Sitz nach vorn schieben, bis Sitzgestell
gegen Anschlagfeder (2) fährt.
Anschlagfeder (2) mit Schraubenzieher nach
unten drücken, dabei Verriegelungshebel (1)
weiter angehoben halten und Sitz etwa 2 cm
über die Anschlagfeder schieben.
Sitz nach vorn aus den Führungsschienen her-
ausschieben.
Rückzugfeder (3) aushängen.
Vordersitze einsetzen
Durch Heranziehen des Sitzgestells zur Tür-
seite auch die zweite Führung in die äußere
Sitzschiene einsetzen.
Den Sitz etwas anheben und zuerst die Füh-
rung in die Sitzschiene an der Tunnelseite ein-
setzen.
Sitz vor die Sitzschienen stellen (Papier unter-
legen, damit Bodenbelag nicht durch fettige
Sitzführungen beschmutzt wird).
Sitz bei angehobenem Verriegelungshebel so
weit zurückschieben, bis sich die Rückzugfeder
leicht — ohne Vorspannung — einhängen
läßt.
Auf dem Sitz Platz nehmen und bei angeho-
benem Verriegelungshebel richtige Sitzposi-
tion einstellen.
Hintere Sitzbank herausnehmen und wieder
einsetzen
Um an Wagenheber und Batterie heranzu-
kommen, braucht man die Sitzbank nicht her-
auszunehmen — es genügt, sie nach hinten
hochzustellen.
Die wieder schräggestellt in den Wagen geho-
bene Sitzbank zuerst vorn hinter die Auflage-
schiene setzen und dann hinten an der Rücken-
lehnenwölbung vorbei nach unten drücken.
Die Sitzbank anheben und etwas nach vorn
ziehen. Dann Sitzbank an einer Seite hoch-
heben und schräggestellt herausnehmen.
Seite: 47
47
Radwechsel
Handbremse fest anziehen.
Wagenheber aus seiner Halterung unter der
Sitzbank herausnehmen.
(Siehe auch Seite 46 „Sitzbank”)
Radzierkappe mit dem Abziehhaken in Verbin-
dung mit der Betätigungsstange für den Wagen-
heber abziehen. Der Abziehhaken wird dabei
in die Löcher am Rande der Radzierkappe ein-
gehängt, die Betätigungsstange am Felgen-
rand abgestützt.
Bevor sich das Reserverad aus der Mulde des
Kofferraums herausnehmen läßt, muß der Luft-
schlauch der Scheibenwaschanlage abge-
schraubt werden.
Reserverad aus dem vorderen Kofferraum her-
ausnehmen.
Wagenheber bis zum Anschlag in das Vier-
kantrohr unter dem Trittbrett einstecken und
Standrohr mit der Hand bis zum Boden hin-
unterdrücken.
Alle Radschrauben mit Doppelsteckschlüssel
und Betätigungsstange um etwa eine Umdre-
hung lösen.
Seite: 48
48
Betätigungsstange in das obere Hebelgelenk
(A) des Wagenhebers einstecken und Wagen
anheben.
Radschrauben herausdrehen und Rad ab-
nehmen.
Wagen unter Umständen etwas weiter an-
heben oder etwas absenken, so daß sich ein
Schraubenloch des aufgestellten Reserverades
mit einer Gewindebohrung für die Radschrau-
ben annähernd deckt.
Zunächst nur eine Radschraube einsetzen und
diese so weit anziehen, daß sich das Rad noch
mit der Hand um diesen Punkt schwenken läßt.
Wagen noch etwas weiter anheben und Rad
.
.
.
so weit schwenken, daß sich die restlichen
Schrauben einsetzen lassen. Radschrauben
zunächst mit dem Doppelsteckschlüssel ohne
eingesteckte Betätigungsstange handfest ein-
schrauben. Dabei das Rad leicht hin- und her-
bewegen, damit es durch die ballige Form der
Schraubenköpfe einwandfrei auf der Radnabe
bzw. Bremstrommel zentriert wird.
Betätigungsstange in das untere Hebelgelenk
(B) des Wagenhebers einstecken und Wagen
ablassen. Betätigungsstange so in den Doppel-
steckschlüssel einstecken, daß sich der längste
Hebelarm ergibt — siehe Bild — und Rad-
schrauben über Kreuz gleichmäßig festziehen.
.
Radzierkappe mit kräftigem Schlag auf den
Kappenrand aufsetzen.
Vergessen Sie auch nicht, den Luftdruck des
montierten Reserverades laut Reifendruck-
tabelle auf Seite 68 zu korrigieren, und lassen
Sie den beschädigten Reifen so bald wie mög-
lich instandsetzen.
Lassen Sie bitte nach dem Radwechsel mög-
lichst umgehend den vorschriftsmäßigen Sitz
der Radschrauben mit einem Drehmoment-
schlüssel prüfen! Das Anzugsdrehmoment soll
15 mkg betragen.
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Keilriemen spannen oder ersetzen
Der Keilriemen ist richtig gespannt, wenn er sich
um etwa 1,5 cm durchdrücken läßt. Es ist
ebenso falsch, mit zu starker wie mit zu
schwacher Keilriemenspannung zu fahren. Ein
neu aufgelegte^ Keilriemen kann sich zunächst
noch etwas längen, er sollte daher nach etwa
1000 km Fahrstrecke geprüft und gegebenen-
falls gespannt werden. Trotz der hohen
Lebensdauer des Keilriemens sollte sich
immer ein Reservekeilriemen im Wagen be-
finden.
Zum Nachstellen des Keilriemens nehmen Sie
die hintere Hälfte der Riemenscheibe am Gene-
rator ab. Beim Lösen und Anziehen der Mutter
ist ein Schraubenzieher durch die Aussparung
der vorderen Riemenscheibenhälfte zu stecken
und in der Kerbe am Generatorgehäuse abzu-
stützen. Zum Auswechseln des Keilriemens ist
außerdem das Deckblech für die untere Rie-
menscheibe nach Herausschrauben der drei
Befestigungsschrauben abzunehmen.
Die vorschriftsmäßige Keilriemenspannung
wird durch Herausnehmen beziehungsweise
Einfügen von Abstandscheiben zwischen den
beiden Riemenscheibenhälften eingestellt. Da-
bei wird durch Herausnehmen die Spannung
erhöht und durch Einfügen verringert.

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